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Eine Kogge und das Skelett eines Ameisenbärs

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erstellt am 18.Jun.2013 | 10:35 Uhr

Schwerin | Bremen hat eine Hanse-Kogge zum nationalen Kulturerbe erhoben, Hessen das 47 Millionen Jahre alte Skelett eines Ameisenbärs, Sachsen eine Musikbibliothek mit 24 000 Bänden. Damit das Kulturschutzgesetz einheitlich angewendet wird, hat die Kultusministerkonferenz 2010 Kriterien empfohlen: Es muss sich um wichtige Objekte und Sammlungen von Künstlern mit internationalem Rang handeln, oder die Objekte müssen für die deutsche Kunst, die deutsche Geschichte, die Geschichte eines Landes oder einer historischen Region von herausragender Bedeutung sein - selbst wenn sie vor langer Zeit außerhalb Deutschlands entstanden sind.

Das Kulturschutzgesetz soll vor allem verhindern, dass private Sammler ihre Kunstwerke ins Ausland verkaufen. Innerhalb Deutschlands ist ihnen der Handel erlaubt, nur können sie in der Regel nicht so hohe Preise erzielen wie auf dem internationalen Kunstmarkt. In Mecklenburg-Vorpommern hat Bildungsminister Brodkorb (SPD) angekündigt, die "Sammlung Christian Ludwig" unter Kulturschutz zu stellen, über deren Ankauf er derzeit mit der Familie zu Mecklenburg verhandelt. Es geht um 260 Kunstobjekte, mit denen der Großherzog Friedrich Franz IV. nach seiner Abdankung seinen letzten Wohnsitz, das Schloss in Ludwigslust, ausstattete. Das Land hat die Sammlung derzeit nur geliehen.

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