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Tote vom Tollensesee : Eine kleine Frau mit hellem Haar

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Mehr als drei Monate nach dem ersten Fund von Leichenteilen einer Frau in Neubrandenburg haben Rechtsmediziner Details zum Aussehen der unbekannten Toten genannt. Die Frau hatte helles Haar und war 40 bis 55 Jahre alt.

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erstellt am 04.Apr.2012 | 06:58 Uhr

Neubrandenburg | Mehr als drei Monate nach dem ersten Fund von Leichenteilen einer Frau in Neubrandenburg haben Rechtsmediziner Details zum Aussehen der unbekannten Toten genannt. Die Frau hatte helles Haar und war 40 bis 55 Jahre alt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gestern sagte. Eine Untersuchung der Oberschenkelknochen ergab, dass die Getötete zwischen 1,60 und 1,65 Meter groß gewesen sein muss. Außerdem sei die Frau mindestens ein Mal in ihrem Leben schwanger gewesen, sagte die Staatsanwältin. Wobei unklar sein, ob sie das Kind ausgetragen habe. Die neuen Informationen seien auch auf einer Schautafel am Tollensesee veröffentlicht worden.

Die Frau muss um die Weihnachtszeit getötet und ihre Leiche zerstückelt worden sein. Seit Neujahr waren im Neubrandenburger Tollensesee und im Mühlenteich Leichenteile gefunden worden. Wer das Opfer war, ist noch völlig unklar.

Die Suche nach weiteren menschlichen Überresten wurde gestern fortgesetzt. Noch immer fehlt der Kopf der Toten. Bereitschaftspolizisten sowie Polizeitaucher aus Schleswig-Holstein hätten daher erneut den Mühlenteich überprüft, sagte die Sprecherin. Bereits am Dienstag seien Taucher im Einsatz gewesen. Schon vergangene Woche wollten Ermittler den Teich auf weitere Spuren untersuchen. Dafür sollte das Wasser so weit wie möglich abgelassen werden. Bei normalem Pegelstand ist das Gewässer dem Umweltamt zufolge etwa 80 bis 100 Zentimeter tief und erstreckt sich über eine Fläche von 1,9 Hektar. Die Suche hatte jedoch erfolglos abgebrochen werden müssen.

Weitere Erkenntnisse im Mordfall erhoffen sich die Ermittler von einem freiwilligen Massengentest. Rund 9000 Neubrandenburger Männer zwischen 50 und 70 Jahren sind aufgerufen, Speichelproben abzugeben. Diese sollen mit einer DNA-Spur verglichen werden, die an Tüten gefunden wurde, in der die Leichenteile transportiert worden sein sollen.

In der vergangenen Woche hatten sich der Staatsanwältin zufolge bereits mehr als 1000 Männer aus der Südstadt und dem Katharinenviertel an den Tests beteiligt. Die Untersuchungen gingen dort noch diese Woche weiter. Nach Ostern sollen Männer aus der Oststadt überprüft werden.

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