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Mecklenburg-Vorpommern

21. Oktober 2017 | 17:45 Uhr

Gewerbegebiete in MV : Ein weites Feld

vom
Aus der Onlineredaktion

Zwölf Großstandorte, 231 Gewerbegebiete: Mecklenburg-Vorpommern bietet Platz für Investitionen

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Das Angebot ist reichlich: 250 Hektar zusammenhängende Ansiedlungsfläche im Airpark Rostock-Laage, 200 Hektar im Industriepark Schwerin oder 127 Hektar in Neubrandenburg-Trollenhagen. Großstandorte, Gewerbegebiete, dazu Hallen- und Büroflächen – MV wartet mit freien Investitionsstandorten auf. Die landesweit zwölf Industrie- und Großstandorte zwischen Valluhn in Westmecklenburg und Pasewalk im Ostteil des Landes bieten noch auf knapp 1900 Hektar Platz für neue Investitionen, geht aus dem Standortkatalog der Landesfördergesellschaft Invest in MV hervor. Jetzt kommen weitere 200 Hektar hinzu: Gestern begannen die Erschließungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt im Großgewerbegebiet Pommerndreieck im Landkreis Vorpommern-Greifswald – beste „Voraussetzungen für weitere Gewerbeflächen und damit für Neuansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen“, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Besser geht es kaum: MV sei ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit guten Standortbedingungen, sagte Glawe. Werbung mit den Standortvorteilen: Mit einer noch bis zu 35-prozentigen Investitionsförderung, Fachkräften, zügigen Planungsverfahren lockt Glawe: „Investoren sind herzlich willkommen.“ MV verfüge über bezahlbare Gewerbeflächen in der Nähe von attraktiven Standorten, meinte Invest-in-MV-Chef Michael Sturm – nahe Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und zur Metropolregion Stettin.

Ein weites Feld: Mecklenburg-Vorpommern hatte nach der erfolglosen Bewerbung für den Bau eines neuen Werkes für den Fahrzeugbauer BMW in Schwerin 2002 eine Standortoffensive gestartet und weitere jeweils mehr als 100 Hektar große Gewerbegebiete aus 19 Standorten ausgewählt, um schneller Ansiedlungswünsche erfüllen zu können. Mit Millionenaufwand waren die Flächen in den vergangenen Jahren vorbereitet worden. Allein für die Erschließung des Airparks Rostock-Laage sind früheren Angaben zufolge seit 2006 mindestens 6,5 Millionen Euro Beihilfen geflossen. Nach der Ansiedlung von 15 Firmen mit nahezu 800 Mitarbeitern im Nordteil des Airparks bietet der größte Industriestandort des Landes Investoren noch auf mehr als 80 Prozent der Fläche Platz für Investitionen – mit Flugplatzanschluss, Autobahnanschluss und Nähe zum Hafen. In Stralsund warten zehn Hektar sogar direkt an der Kaikante auf Interessenten. In Neubrandenburg-Trollenhagen sind noch knapp 80 Prozent frei.

In den ersten Industrie-Standorten wird hingegen der Platz sogar knapp: Westmecklenburgs Wirtschaftsförderer lassen mittlerweile im Business-Park Valluhn an der Autobahn 24 an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein oder in Wittenburg sogar Drohnen aufsteigen, um sich ein besseres Bild von den weniger werdenden freien Flächen zu machen. Theoretisch stehen in Valluhn noch 39 Hektar zum Verkauf, doch praktisch gebe es für jede Fläche mindestens einen Interessenten, heißt es bei der Wirtschaftsfördergesellschaft.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Im Vergleich aller Gewerbegebiete sei das Land „ganz ordentlich vorangekommen“, hieß es. Ein Drittel aller Gewerbegebiete wären zu 90 Prozent ausgelastet. Seit 1990 seien 221 Standorte mit 790 Millionen Euro gefördert worden – und Firmen entstanden, die 74 600 neue Jobs geschaffen oder gesichert hätten.

In den 90er-Jahren wurden aber auch unkontrolliert Flächen ausgewiesen, die teilweise heute noch als beleuchtete Schafweiden auf Investoren warten. Doch MV habe aus diesen Fehlern gelernt, bescheinigte sogar der Steuerzahlerbund den Förderern. Mit Erfolg: Der Industriestandort Göhrener Tannen in Schwerin beispielsweise, der nach der Absage des Autobauers BMW zunächst ins Abseits geraten war, macht sich zunehmend einen Namen. Inzwischen sind mehr als 1000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Es könnten weitere Investitionen hinzukommen: Vollerschlossene Gewerbeflächen zwischen sieben und 30 Euro je Quadratmeter – das lässt Investoren aufhorchen. Platz bieten auch weitere 231 Gewerbegebiete – von zwei Hektar Ansiedlungsfläche im Hafengebiet von Wismar bis 35 Hektar im westmecklenburgischen Demen auf dem ehemaligen Kasernengelände, offeriert der Standortkatalog der Wirtschaftsförderer. Dazu 66 größere Büroflächen, 67 leere Hallen und neun Konversionsflächen stehen für Investoren bereit. Mit Perspektive: So hält der Wirtschaftsstandort im Stadtdreieck Ludwigslust-Grabow-Neustadt-Glewe an der Stüdekoppel einen 13,4 Hektar großen Investitionsstandort an der künftig wichtigen Nord-Süd-Verbindung direkt an der Autobahn 14 bereit. Platz für neue Jobs im Nordosten. 

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