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Achtung! Freitag, der 13. : Ein Tag wie jeder andere?

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Beim Blick auf das heutige Kalenderblatt läuft einigen ein kalter Schauer über den Rücken. Für andere ist der Tag ein ganz normaler. Doch woher kommt der Aberglaube rund um diesen (Un-)Glückstag?

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erstellt am 12.Jan.2012 | 07:33 Uhr

Beim Blick auf das heutige Kalenderblatt läuft einigen ein kalter Schauer über den Rücken. Für andere widerum ist der Tag ein ganz normaler. Doch woher kommt der Aberglaube rund um Freitag, den 13., der in diesem Jahr dreimal auftaucht? Und warum ist für Norddeutsche heute eigentlich ein Glückstag?
Religiöse Ansatzpunkte finden sich zu großen Teilen im Christentum, so Professor Klaus Hock von der Theologischen Fakultät Rostock. „Im christlichen Glauben gilt die Zahl 12 als perfekte Summe“, sagt er und erklärt, dass dies in Zusammenhang mit den Aposteln steht. Die 13 hingegen gilt als teuflisch wird in Verbindung mit dem letzten Abendmahl gesehen, bei dem der Verräter Judas der 13. Gast war. Der Mythos im diese Zahl sei aber eher überliefert und ist mehr im Aberglauben angesiedelt. Die Kombination mit dem Freitag, dem Wochentag, an dem Jesus Christus gesteinigt wurde, bilde für viele Gläubige ein besonders hohes Unglückspotential.

Christoph Schmitt vom Institut für Volkskunde sagt, dass in Mecklenburg-Vorpommern besonders die Wochentage mit Glück und Unglück in Zusammenhang gebracht wurden. Das erklärt auch eine reichsweite Umfrage von 1930 bis 1035. Diese bildet heute den „Atlas der deutschen Volkskunde“. „Daraus geht hervor, dass Menschen aus unserer Region den Freitag mit Glück in Verbindung setzen und hier sogar alle Hochzeiten feierten“, so Schmitt. Vielmehr galt es den Montag zu meiden – vor allem im Zusammenhang mit der Ernte. Er selbst mache sich als Volkskundler am heutige Tage keine Gedanken.
Übrigens: Die krankhafte Angst vor Freitag dem 13. wird „Paraskavedekatriaphobie“ genannt. Betroffen vermeiden an diesen Tagen das Reisen und verlassen oftmals gar nicht das Haus.


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