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Leseraktion : Ein Reich zum Träumen und Spielen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn das Kinderzimmer neu eingerichtet werden soll: was Kinder wollen und was die Eltern favorisieren

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2014 | 09:30 Uhr

Wie ihr eigenes Reich auszusehen hat, davon hat die kleine Cecile Kleiber schon genaue Vorstellungen. „Das Hochbett mit der Rutsche ist toll“, sagt die Fünfjährige beim Bummel durchs Möbelhaus zu ihrem Papa – und genauso eins hat sie auch zu Hause. Das macht richtig Laune und unten hat man genügend Platz zum Spielen.

Das eigene Kinderzimmer ist für seine kleinen Bewohner mehr als nur ein Ort zum Schlafen. Er ist Rückzugsort, Spielstätte und Treffpunkt in einem. Hier sollen sich Kinder kreativ ausleben können, soll die Fantasie angekurbelt werden. Die Einrichtung spielt dabei eine große Rolle. Dass die Vorstellungen von Eltern und Kindern diesbezüglich nicht immer hundertprozentig übereinstimmen, das weiß Cornelia Henning aus Erfahrung. Seit 18 Jahren arbeitet die Schwerinerin im Möbelhaus. Bei Rück XXXL berät sie die Kunden im Bereich Kinder- und Jugendzimmer.

Sie weiß, was sich die Kleinen wünschen und worauf Mutti und Papa Wert legen. „Eltern wollen es meist praktisch, geschlossene Möbel mit viel Stauraum und in hellen, freundlichen Farben“, sagt die Fachfrau. Kinder hingegen lieben Möbel mit einem gewissen „Spaßfaktor“. Das heißt Hochbetten mit Rutschen und Vorhängen, hinter denen sie sich Höhlen bauen können. Und meistens bekommen sie auch das, was ihnen gefällt. „Ein Großteil der Eltern geht auf die Wünsche ihrer Sprösslinge ein“, so Henning.

Doch ein gemütliches und kindgerechtes Zimmer verlangt nach mehr, als nur nach einem kuscheligem Bett. Und so ist auch ein großer Schrank für die kleine Cecile wichtig. Denn darin kann man sich so gut verstecken. Ein flauschiger Teppich, Schreibtisch mit Lampe und Stuhl müssen natürlich auch noch sein – schließlich braucht die Fünfjährige einen Platz zum Malen und Basteln.

„Viele Kinder wünschen sich außerdem noch ein zweites Bett, damit ihre Freunde bei ihnen übernachten können.“ Einzelbetten mit ausziehbarer Liege oder Etagenbetten, in der die untere Liegefläche als Couch zum Lesen oder als zweite Schlafmöglichkeit genutzt werden kann, sind laut Henning ideal dafür.

Genauso wichtig wie ihr Hochbett mit Rutsche sind Cecile die Farben in ihrem Zimmer. Langweiliges Weiß kommt für sie nicht in Frage, Pink und Purpur stehen bei ihr ganz hoch im Kurs. Die Erfahrung der Fachfrau bestätigt: Cecile ist nicht das einzige Mädchen, das diese Farbtöne bevorzugt. Jungs hingegen mögen Rot, Blau oder Grün für ihre Zimmer.

Farben sind derzeit auch bei Möbeln gefragt. „Allerdings nur als Highlight auf Fronten oder Einsätzen“, weiß Henning. „Ansonsten liegen vor allem weiße beziehungsweise helle Möbel im Trend.“ Aber auch Betten, Schränke, Tische und Co. in Eiche, Esche oder Birke sind nach wie vor gefragt. „Nach einer mehrjährigen Pause wird jetzt auch wieder gern Ahorn und Buche gekauft“, sagt die 48-Jährige. „Helle Töne in Verbindung mit farbigen Fronten – Kunden haben so zahlreiche Variationsmöglichkeiten.“

Wie bei den Farben lässt sich auch bei den Möbeln ein gewisser Trend ablesen. Begehbare Eckkleiderschränke beispielsweise sind derzeit beliebt. „Die Eltern sind begeistert von der großen Staufläche und die Kinder nutzen den Schrank gern als Versteck“, weiß die Schwerinerin. Allgemein ist Stauraum ein Punkt, der sowohl für Eltern als auch für Kinder von Bedeutung ist. „Die Kinder finden es gut, wenn sie ihre Spielsachen schnell zur Hand haben.“

Eine große Entwicklung hat der Bereich der Schreibtische und Drehstühle in den vergangenen Jahren mitgemacht. „Eltern legen vermehrt Wert auf mitwachsende und ergonomische Möbel“, sagt die Fachverkäuferin. Schreibtische sind daher heute höhenverstellbar und die Arbeitsplatte lässt sich neigen. „Außerdem sind die Formen gefälliger geworden.“.

Auch im Bereich Jugendzimmer hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert: „Die Kompaktzimmer mit hoher, geschlossener Anbauwand möchte kaum noch jemand. Stattdessen geht der Trend hin zu mehreren kleinen Teilen mit verschiedenen Höhen, locker verteilt.“ Was heutzutage in keinem Zimmer fehlen darf: ein Platz für Flachbildfernseher, Spielkonsole und Laptop.

„Und was in einem Zimmer natürlich auch ganz entscheidend zum Wohlfühlfaktor beiträgt, ist die Dekoration“, weiß die Verkäuferin. „Mit bunten Tapeten, Bildern und Wandtattoos können Eltern ganz einfach farbliche Akzente setzen und dem Raum ein bestimmtes Motto geben.“ Während Ritter, Autos und Dinosaurier die Wände der Zimmer von so manch einem Jungen schmücken, dürfen bei Cecile Prinzessinnen und bunte Blumen auf den Tapeten nicht fehlen.

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