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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 22:26 Uhr

Ein Park an der Wiege Rostocks

vom

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erstellt am 11.Apr.2012 | 06:55 Uhr

Östliche Altstadt | Das Petriviertel unterhalb der Stadtmauer soll einen Park bekommen. Dazu hat die Stadt einen Ideenwettbewerb ausgerufen, aus den nun ein Gewinner hervorgegangen ist. Der Landschaftsarchitekt Marek Jahnke hat in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekten Markus Fiegl die Jury überzeugt. Die Berliner präsentierten gestern ihre Vorstellungen zur Gestaltung des Uferstreifens vom Petridamm bis zum Alten Warnowarm südlich der Vorpommernbrücke. Der Siegerentwurf sowie die der Zweit- und Drittplatzierten sind zusammen mit allen weiteren eingereichten Vorschlägen noch bis zum 25. April in der Touristinformation am Uniplatz ausgestellt.

25 Beiträge bei Ideenwettbewerb

Der Ort der neuen Parkanlage ist ein besonderer. Hier stand noch vor der Stadtgründung eine slawische Burg. Von der Wiege Rostocks sprach daher Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) gestern bei der Eröffnung der Ausstellung. "Darum soll das Gebiet ein besonderes Gepräge bekommen", erklärt das Stadtoberhaupt. Insgesamt 25 Beiträge wurden für den Ideenwettbewerb eingereicht. Wobei Methling sowie alle anderen an der Auswahl beteiligten Rostocker Experten vor allem eins hervorhoben: "Der Blickwinkel der Auswärtigen hat uns die Augen geöffnet für das Besondere dieser Fläche", schwärmt Dr. Stefan Neubauer, Leiter des Grünamtes.

Siegerentwurf mit Wiese und kleiner Marina

So haben sich auch Jahnke und Fiegl von der Historie des Ortes inspirieren lassen. "Es ist im Moment überhaupt nicht ablesbar, dass man sich hier an einem stadtgeschichtlich so bedeutenden Ort befindet", so Fiegl. Er und sein Kollegen haben sich deshalb dafür entschieden, den Bereich, wo ehemals die slawische Burg gestanden haben soll, von Bewuchs freizulegen. Hier soll eine Spiel- und Liegewiese entstehen. "Der Rand wird hingegen durch Bäume und Sträucher eingefasst", erklärt Jahnke. Es soll verschiedene Aufenthalts- und Aussichtspunkte geben. Das Ufer wird naturnah gestaltet. Ein Weg führt unter der Brücke entlang bis zur Holzhalbinsel, sodass sich die Strecke an die bestehenden Wanderwege knüpft.

In die Planung mit eingeflossen sind die Belange des Wassersportvereins Hanseat. Eine kleine Marina mit 60 Liegeplätzen ist geplant, außerdem ein Vereinsgebäude. Eine Herausforderung waren das Winterlager für die kleinen Sportboote. Denn die Sicht auf die Warnow soll nicht verstellt werden.

Das Fazit der Jury über den Siegerentwurf: Die Planung überzeugt durch schlichte Eleganz und die klare Lösung der Konflikte zwischen den Interessen des Vereins und der öffentlichen Nutzung unter Einbeziehung der Hochwassersituation.

2014 soll der Uferpark fertig sein

Die Stadt beabsichtigt nun, die Sieger mit den weiteren Planungsschritten zu beauftragen. Schon im kommenden Jahr soll mit der Umsetzung des Entwurfes auf der Freifläche südlich der Vorpommernbrücke begonnen werden, erklärte Reinhard Wolfgramm, Leiter der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung. 2014 soll das Areal fertig gestaltet sein. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Hansestadt sowie mit Städtebaufördermitteln. Mit dem zweiten Platz prämiert wurde der Entwurf des Berliner Büros Plancontext. Den dritten Preis erhielten Schmidtke und Boué aus Hamburg.


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