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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 05:03 Uhr

Ein Name, zwei Parteien

vom

svz.de von
erstellt am 04.Nov.2007 | 10:21 Uhr

Die märkische CDU ist sich allen Beschwörungsversuchen zum Trotz treu geblieben. Sie marschiert in die kommenden Wahlen zutiefst zerstritten. Dass der von Parteichef Ulrich Junghanns ausgesuchte Mann für den Job des Generalsekretärs gerade mal etwas mehr als die Hälfte der Stimmen auf dem Landesparteitag bekam, ist dafür sichtbarster Ausdruck.
Was sich am Samstag auf diesem Parteitag in Potsdam abspielte, war die Fortsetzung des seit gut einem Jahr andauernden Kleinkriegs. Und was empört, ist die Art und Weise, wie versucht wird, die tief sitzenden Konflikte wegzureden oder zu beschönigen. Die Glaubwürdigkeit einer Partei hängt auch von ihrer Fähigkeit ab, halbwegs ehrlich einen Einblick zu geben in die interne Willensbildung. Dies ist bei der Wahl von Hilke genau so wenig gelungen wie in der anschließenden Behandlung des neuen Grundsatzprogramms der Partei. Dabei wurde kurioserweise eine Art der Einigkeit demonstriert, die im krassen Gegensatz zu der Lagerbildung bei Personalfragen steht. Dort, wo es dann doch noch ein paar Meinungsverschiedenheiten zu klären gab, setzten sich zumeist die Gegner des Parteichefs durch .
Tatsächlich besteht dieser Landesverband der Christdemokraten in Brandenburg inzwischen aus zwei mehr oder weniger unabhängig voneinander agierenden Parteien, die versuchen, diesen Umstand vor dem Wähler möglichst verborgen zu halten. Solch ein Unterfangen geht davon aus, dass die Menschen im Lande hinreichend blöde sind, das nicht zu erkennen. Da werden die Brandenburger aber dann doch unterschätzt.

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