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Statistik : Ein Huhn in MV legt 295 Eier im Jahr

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Hühner in den großen Haltungen legen immer mehr Eier.

In Mecklenburg-Vorpommern waren es im vergangenen Jahr im Schnitt 294,7 Stück pro Legehenne. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Landesamt gestern in Schwerin veröffentlicht hat. Im Jahr 2010 betrug die durchschnittliche Legeleistung noch 288 Eier, 1991 lag dieser Wert bei 279,5.

Der Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes, Martin Piehl, erklärte die Steigerung um 15 Eier pro Huhn und Jahr seit 1991 mit Fortschritten in Züchtung, Haltung und Fütterung. Es bleibe allerdings bei maximal einem Ei pro Tag, sagte er.

Ein Huhn lege natürlicherweise nur Eier bei mindestens zwölf Stunden Tageslicht. Der Tageslichtmangel im Winter werde in modernen Ställen durch künstliches Licht ausgeglichen, was die Legeleistung steigere.

Bei der Züchtung werde auf die Lichtempfindlichkeit der Legehennen geachtet. Die Fütterung sei ebenfalls professioneller geworden. Die genau abgestimmten Futtermischungen enthielten neben Getreide auch Eiweißträger wie Erbsen, Bohnen oder Soja. Außerdem würden Mineralstoffe für die Schalenbildung der Eier zugegeben. Mit der Umstellung von Käfig- und Bodenhaltung vor Jahren hat die Leistungssteigerung der Legehennen nach seiner Einschätzung nichts zu tun.

Das Leben einer Legehenne dauert nach Piehls Angaben in der Regel ein Jahr. Mit steigender Lebensdauer nehme die Produktivität ab, erklärte er. Nach einem Jahr könnten Legehennen auch noch gut als Suppenhühner vermarktet werden.

Das Statistische Amt erfasst für seine Datensammlung Hühnerhaltungen mit mindestens 3000 Tieren. Im vergangenen Jahr wurden dort gut 2,3 Millionen Legehennen gehalten. Sie legten zusammen knapp 688 Millionen Eier. Etwa ein Viertel der Eier aus MV wird ökologisch erzeugt, ein weiteres Viertel legen Hühner in Bodenhaltung (Stand: Januar 2017). Rund die Hälfte stammt demnach von Legehennen in Freilandhaltung.

 

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