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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 08:50 Uhr

Ein guter Plan ist das halbe Studium

vom

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2010 | 11:00 Uhr

Seit gut einer Woche arbeitet Alexandra Jane Oliver in der Online-Redaktion des Zeitungsverlages Schwerin (ZVS). Sie ist eine der Volontäre, die seit dem 1. Oktober im bundesweit neuen Studiengang "Journalismus und Medienwirtschaft" lernen. Drei Jahre wird sie in verschiedenen Redaktionen der Schweriner Volkszeitung praktische Erfahrungen sammeln - also vor allem recherchieren und Texte schreiben. Daneben studiert Alexandra an der Fachhochschule Kiel - meistens im Fernstudium. Alle zwei Wochen muss sie einreichen, was sie zu einem bestimmten Themengebiet erarbeitet hat. Zurzeit: Nachrichten und Meinung. Das Pensum ist hoch. "Es gehört eine Menge Disziplin dazu", gibt Alexandra zu. Um alle Aufgaben zu schaffen, plant die 25-Jährige genau, was sie nach Feierabend in der Redaktion oder morgens vor Dienstbeginn noch erledigen will.

Alle Medien werden betrachtet

Alexandra hat schon einen Studienabschluss. In England hat sie in Canterbury und Warwick studiert. Ihre Fächer: Politik und Internationale Beziehungen. Darüber hinaus hat sie ein Lehrer-Diplom für Fremdsprachenunterricht. Nach dem Referendariat beschloss sie jedoch umzusatteln: "Ich wollte schon länger zum Journalismus wechseln." Sie kehrte nach Deutschland zurück und sammelte erste Erfahrungen bei einer Zeitung in Braunschweig.

Doch eigentlich zog es Alexandra in den Norden Deutschlands. Beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (shz) hörte sie zum ersten Mal vom neuen Studiengang. Der shz und der ZVS gehören zur Verlagsgruppe Medienholding Nord. Diese hat den Master-Studiengang initiiert. "Mir gefällt es, dass es neben der praktischen Ausbildung in der Redaktion eine theoretische Untermauerung gibt", sagt Alexandra. Im Fernstudium und in den Seminaren werden unter anderem die journalistischen Darstellungsformen, die Recherche, Presserecht und Medienwirtschaft behandelt. Alle sechs Wochen kommen die 18 Volontäre, die den neuen Studiengang belegen, zusammen. Referate und Hausarbeiten gehören wie in jedem anderen Hochschulstudium dazu.

Für das Volontariat ist Alexandra nach Schwerin gezogen. Die Stadt kannte sie vorher noch nicht. "Aber ich habe mich in den anderthalb Wochen, die ich hier bin, schon ein wenig umgesehen. Es ist echt schön und die Stadt ist toll gelegen." Auch vom Verlagshaus und den Kollegen hat sie schon einen kleinen Eindruck bekommen. Aber für viel mehr als einen Rundgang war die Zeit noch nicht da.

Im Moment ist Alexandra damit beschäftigt, sich einzuarbeiten. Sie lernt, wie Artikel ins Internet gestellt werden, wie dafür passende Formate geschaffen und Links angelegt werden. In ihrem Notizbuch sammeln sich die Anmerkungen, die sie sich zu den noch fremden technischen Abläufen gemacht hat. Eine ihrer Hauptaufgaben ist es, Slide shows zu erstellen. In diesen wird auf der Internetseite www.svz.de über die Themen informiert, die am kommenden Tag ausführlich in der Zeitung gelesen werden können. Die Crossmedialität des Studiums gefällt Alexandra besonders: "Ich werde Print und Online kennenlernen, aber auch Einblicke in Hörfunk und Fernsehen bekommen."

Alexandra hat vor allem ihre Leidenschaft für das Schreiben zum Journalismus geführt. "Ich erzähle unheimlich gern Geschichten von echten Menschen für echte Menschen." Es lohnt sich, diese großen und kleinen Geschehnisse weiterzugeben. Da ist sich Alexandra sicher.

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