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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 09:29 Uhr

„Ein Glücksfall für Deutschland“

vom

svz.de von
erstellt am 19.Mär.2012 | 07:07 Uhr

Die Wahl Joachim Gaucks zum deutschen Bundespräsidenten ist auch in den internationalen Zeitungen ein Thema. Ein Überblick:

„Neue Zürcher Zeitung“ (Schweiz):
„Er weiß, dass es viel Kraft braucht, um
sich gegen die Zumutungen des vormundschaftlichen Staates zu wehren. Diese Kraft wird er einfordern, und es könnte durchaus sein, dass er für viele Deutsche bald auch ein unbequemer Mahner und Dränger werden wird.“

„Tages-Anzeiger“
(Schweiz):
„Die Wahl von Joachim Gauck könnte sich für Deutschland als Glücksfall erweisen. Eine Prise Liberalismus wird dem Land guttun, ein freiheitsliebendes Gegengewicht zur fürsorglichen Mutti im Kanzleramt
(so Merkels Spitzname). Spannende
Diskussionen gibt das garantiert.“

„Basler Zeitung“
(Schweiz):
„Die Begriffe ,Freiheit‘ und ,Verantwortung‘, die seine Reden und Buchveröffentlichungen prägen, die aber für die Menschen in ihrem Alltag abstrakt sind, muss
er nun mit konkreten, aktuellen Inhalten
füllen.“

„Die Presse“ (Österreich):
„Interessant, dass die Deutschen genau das von ihrem formal machtlosen Staatsoberhaupt erwarten: keine weich gespülten Reden, die es allen recht machen
wollen, sondern richtungsweisende,
unbequeme Denkanstöße.“

„Kronen Zeitung“ (Österreich):
„Und natürlich, und das ist wohl auch
ein Grund, warum Kanzlerin Merkel sich so lange gegen Gauck gewehrt hatte, wird Gauck kein stiller, kein bequemer Präsident sein. Der ehemalige evangelische Pfarrer hat immer gesagt, was er sich dachte, und er wird das auch weiter tun. Er wird ein Mahner sein.“

„Gazeta Wyborcza“ (Polen):
„Als erstes muss Gauck das Vertrauen in das Amt des Präsidenten und die politische Klasse wieder aufbauen, das sein Vorgänger so belastet hat. Schon vor der Wahl machte er sich an die Arbeit.“

„Rzeczpospolita“ (Polen) :
„Nun hatte Gauck nur die Abgeordneten der postkommunistischen Linken gegen sich. Sie haben ihm nie verziehen, dass er als erster Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde gegen einen dicken Schlussstrich war und konsequent die Agenten der
Stasi verfolgte.“

„Rossijskaja Gaseta“
(Russland):
„In seinem Amt will das neue Staatsoberhaupt das weitere Zusammenwachsen seiner einstmals geteilten deutschen
Heimat fördern. Nötig sein wird aber auch, das Vertrauen der Bevölkerung zu den
Politikern und ihrer Tätigkeit wieder zu
vergrößern. Gauck sollte die Nähe zu
den Menschen nicht verlieren.“

„Corriere della Sera“ (Italien):
„Deutschland hat (...) bewiesen, dass es als Land in der Lage ist, gründlich an den inneren Ungleichgewichten zu arbeiten und sich Fragen zu seiner Zukunft zu stellen. (...) Und bei der Verwirklichung von all diesem waren dann zunehmend Menschen und Ideen aus dem Osten maßgebend.“

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