Handaufzucht im Zoo Rostock : Eierlegendes Säugetier

Der Rostocker Schnabeligel
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Der Rostocker Schnabeligel

Weltweit einmalig: Neuguinea-Schnabeligel wird in Rostock mit der Hand aufgezogen

svz.de von
21. Juli 2014, 20:45 Uhr

Der Rostocker Zoo päppelt zurzeit ein 22 Zentimeter großes Urzeittier auf: Die Tierpfleger des Darwineums füttern seit April einen Neuguinea-Schnabeligel mit der Hand. Das sei weltweit einmalig, teilte der Zoo gestern mit. Die Art gehört zu den Ursäugern, die sowohl Merkmale von Reptilien als auch von Säugetieren haben. Die Tiere legen Eier, der Nachwuchs wird aber gesäugt. Geschlüpft war der Schnabeligel Anfang des Jahres, doch im April starb Mutter Tiffy. Seither ziehen die Pfleger den Nachwuchs mit einer Mischung aus Milch, Öl, Wasser und Ei auf. „Wir füttern den Kleinen, so wie die Mutter es in der Natur macht, ungefähr alle fünf Tage“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Der Zoo taufte das Jungtier „Harapan“, was auf Indonesisch Hoffnung bedeutet. Noch haust „Harapan“ in einer Höhle hinter den Kulissen des Darwineums. Frühestens in vier Wochen könne der Schnabeligel dem Publikum präsentiert werden. Erst wenn er feste Nahrung vertrage, könne der Zoo sich über die „äußerst seltene Erfolgsgeschichte“ freuen. „Wir können es kaum noch abwarten.“ Äußerlich ähneln Schnabeligel dem einheimischen Igel, die Arten sind aber nicht miteinander verwandt. In ihrer Heimat Australien und Neuguinea werden die Tiere bis zu 45 Jahre alt.

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