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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 21:03 Uhr

Ehepaar fordert: Stichstraße schließen

vom

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erstellt am 03.Aug.2012 | 11:11 Uhr

Hohe /Düne | Wenn Dorrit und Manfred Schmidt auf der Terrasse ihres Hauses im Wohngebiet Tonnenhof essen, passiert es oft, dass gegenüber hinter einem Baum Menschen ihre Notdurft verrichten. Da vergeht dem Paar schnell der Appetit. "Das ist nur eines von drei Problemen", sagt der pensionierte Diplomat.

Das Ehepaar lebt direkt vor der Stichstraße zum Tonnenhof. "Diese wird zunehmend von Anglern, Campern oder Schiffs-Touristen auf den Grünflächen zugeparkt und vermüllt", sagt Manfred Schmidt. Deshalb plädieren er, seine Frau und die Nachbarn dafür, dass hier Poller oder eine Schrankenanlage aufgestellt werden, um das illegale Befahren des Deiches zu verhindern. Für die Verschmutzung sorgen auch Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere liegen lassen.

Andreas Homann, der bei der Eurawasser als Mehranlagen-Betreiber tätig ist, bestätigt: "Es wird immer schmutziger hier, wir müssen mindestens einmal in der Woche die Anlage reinigen und von Müll befreien", sagt Homann. "Deshalb wäre das Aufstellen von Pollern oder einer Schranke empfehlenswert, auch gegen das wilde Parken." Zur Hanse Sail rechnen die Bewohner des Kapitän-Borgwart-Wegs mit einer Verschlechterung der Situation. Politessen sind im Gebiet, wo man nur in vorgesehenen Parktaschen mit dem Auto stehen darf, kaum gesehen worden. In seiner Not hat sich Hausbesitzer Schmidt an Hans-Joachim Meier vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalumm) gewandt. Meier teilte mit, dass diese Zufahrt noch keine öffentlich gewidmete Straße ist und die Hansestadt daher nicht zuständig ist. Das Land will die Fläche des Deiches übernehmen, aber nicht die Straße. "Daher kann in meinem Hause weder jetzt noch später eine Sperrung dieser Straße veranlasst werden", schreibt Meier und weist darauf hin, dass sich die Straße in der Rechtsträgerschaft der Wohnpark Hohe Düne GmbH befindet. Schmidt vermutet, dass die Straße bereits zum Tief- und Hafenbauamt gehört und dass das nur nicht im Grundbuch eingetragen ist.

Schmidt benennt ein drittes Problem: "Es entstehen vermehrt Ferienwohnungen und -häuser, mit denen bereits im Internet geworben wird", sagt er. Der B-Plan hat das Areal als reines Wohngebiet ausgewiesen. "Weil Ferienwohnungen oft mit Unruhe verbunden sind, sind wir von Warnemünde her gezogen und jetzt kommt scheinbar das gleiche auf uns zu", sagt Schmidt.

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