Ehemaligem Axo-Chef droht weiteres Strafverfahren

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06. Juli 2012, 07:24 Uhr

Wittenberge/Neuruppin | Das Urteil, das im Januar dieses Jahres gegen den ehemaligen Chef der Axo-Group aus Wittenberge, Heiko M., verhängt wurde, ist noch nicht rechtskräftig. Die dritte große Strafkammer des Landgerichts Neuruppin hatte den Unternehmer wegen Bankrotts und Untreue zu einer Strafe von 14 Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde (der "Prignitzer" berichtete). Es hatte sich um Straftaten gehandelt, die im Zusammenhang mit dem Erwerb eines im baden-württembergischen ansässigen Autozulieferbetriebes standen.

Jetzt droht Heiko M. ein weiteres Verfahren. Dem Landgericht Neuruppin liegt eine neue Anklage vor. Darin wird dem einstigen Firmenchef der Axo-Group Subventionsbetrug, Steuerhinterziehung und versuchter Versicherungsbetrug vorgeworfen. Mitangeklagt sind ein weiteres ehemaliges Vorstandsmitglied der Axo, der Geschäftsführer einer 100-prozentigen Tochter der Axo und ein Bauunternehmer aus Wittenberge. Im Einzelnen sollen die vier in unterschiedlicher Beteiligung zur Erweiterung von zwei Betriebsstätten in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) und in Frank leben (Saalekreis) 900 000 Euro Fördermittel beantragt haben. Die Baumaßnahmen sollen jedoch nicht im beantragten Ausmaß ausgeführt worden sein. Ein zweiter Anklagevorwurf lautet auf Steuerhinterziehung. Demnach sollen mehr als 400 000 Euro nicht ans Finanzamt abgeführt worden sein. Für das Verfahren steht laut Pressestelle des Landgerichts noch kein Termin fest.

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