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Urteil nach Eifersuchtsdrama in Hagenow : Ehefrau erstochen - Haftstrafe

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Weil er seine Ehefrau erstochen hat, ist ein 27-jähriger Mann gestern in Schwerin zu acht Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er habe einen Totschlag im Affekt begangen, hieß es in der Urteilsbegründung.

Schwerin | Weil er seine Ehefrau erstochen hat, ist ein 27-jähriger Mann gestern in Schwerin zu acht Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er habe einen Totschlag im Affekt begangen, hieß es in der Urteilsbegründung des Landgerichts.

Aus panischer Trennungsangst habe der 27-Jährige im Juni dieses Jahres 15 Mal auf seine Frau eingestochen. Die 28-Jährige starb unmittelbar nach der Tat an ihrem Arbeitsplatz in Hagenow. Anschließend hatte sich der Mann selbst in den Bauch gestochen, er überlebte aber. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Staatsanwalt hatte neun Jahre Haft gefordert. Der Anwalt der Nebenklägerin, der Mutter des Opfers, plädierte auf eine 14-jährige Freiheitsstrafe. Der Verteidiger schloss sich der Forderung des Staatsanwaltes an. Sein Mandant sagte im Prozess, er nähme auch die Höchststrafe von 15 Jahren in Kauf. Das Gericht verhängte eine mildere Strafe, weil er bei der Affekt-Tat im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt habe. Der bislang nicht vorbestrafte Mann habe ein Geständnis abgelegt und Reue gezeigt, würdigte das Gericht.

Der aus Kasachstan eingewanderte Familienvater sei von einem patriarchalischen Weltbild geprägt und habe seiner Frau viele Vorschriften gemacht, sagte der Vorsitzende Richter. Als er damit rechnen musste, dass sich die Frau von ihm trennen würde, habe sich der Druck in ihm immer mehr gesteigert und schließlich zur Tat geführt. Damit habe er der sechsjährigen Tochter, die jetzt bei der Oma lebt, die Mutter genommen.

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erstellt am 23.Dez.2011 | 10:13 Uhr

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