EHEC-verdächtige Gurken in MV gefunden

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29. Mai 2011, 10:01 Uhr

Bei drei Gurken, die in Lebensmittelläden und Gaststätten Mecklenburg-Vorpommerns sichergestellt wurden, haben die zuständigen Kontrollbehörden des Landes Hinweise auf den gefährlichen EHEC-Erreger gefunden. Für eine endgültige Bestätigung seien aber weitere Untersuchungen nötig, teilte Verbraucherschutzminister Till Backhaus (SPD) am Sonntag in Schwerin mit.

„Wir sind auf diese Gurken im Zusammenhang mit der Auswertung der Fragebögen von erkrankten Patienten gestoßen. Insofern kann ein Zusammenhang mit der Erkrankung bestehen“, erklärte er. Noch vorhandene Gurken aus diesen Lieferungen seien vorsorglich entsorgt worden. Zum Herkunftsland der Gurken machte Backhaus keine Angaben.

Zuvor hatte das Hamburger Hygiene-Institut Salatgurken aus Spanien als Träger des Darmkeims EHEC identifiziert, der bereits zum Tod von zehn Menschen in Deutschland führte. Bundesweit gibt es rund 1000 bestätigte und EHEC-Verdachtsfälle, in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang mehr als 50 Infektionen mit den Bakterien bekannt.

Laut Backhaus wurden im Landesamt für Lebensmittelsicherheit auch Ziegenfrischkäse, Erdbeeren, Tomaten, Eisbergsalat, Paprika, Kerbel, Fenchel, Wildkräutersalat und Ruccola untersucht. Dazu lägen inzwischen 29 Negativ-Befunde vor. Die Proben seien in Großküchen, Gaststätten, Einzelhandelseinrichtungen und Großmärkten genommen worden, in denen EHEC-Patienten eingekauft oder gegessen hatten.

Backhaus mahnte erneut, Gemüse und Obst vor dem Verzehr gründlich zu reinigen oder gegebenenfalls zu kochen und die Regeln der Hygiene „streng“ zu beachten.


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