Ludwigslust : Edeka legt neue Bio-Produktlinie auf

Stellt ab April für Edeka Öko-Ware her: LFW-Chefin Urte Warncke.
Stellt ab April für Edeka Öko-Ware her: LFW-Chefin Urte Warncke.

Einzelhändler lässt bei Ludwigsluster Fleischwaren Öko-Produkte fertigen

svz.de von
28. März 2015, 08:00 Uhr

Nach Produktionsengpässen im eigenen Fleischwerk in Valluhn verlagert der Lebensmittelhändler Edeka seine Bio-Fleisch- und -Wurstproduktion nach Ludwigslust. Ab Ende April werde das gesamte Bio-Sortiment von den Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten (LFW) produziert und für den Verkauf in den Märkten in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg vorbereitet, teilte das Unternehmen mit. Das Sortiment umfasse 93 Artikel.

Im Fleischwerk sei es zu Produktionsengpässen gekommen, begründete Edeka-Sprecherin Marion Grundmann die Entscheidung für Ludwigslust: „Die Kooperation ermöglicht eine deutliche Sortimentserweiterung im Bio-Fleisch- und Bio-Wurst-Sortiment.“

Von einer erfolgreichen Zusammenarbeit geht auch LFW-Geschäftsführerin Urte Warncke aus. Man habe sich in den letzten Jahren eine sehr hohe Kompetenz im Bereich der Bio-Verarbeitung angeeignet. Die Bio-Ware habe inzwischen einen sehr großen Anteil an der Gesamtproduktion erreicht. „Das entspricht unserer strategischen Ausrichtung, Bio-Produkte aus der Region zu vertreiben. Für uns bedeutet dieser Auftrag eine Stärkung unserer Bio-Strategie“, erklärte Warncke. Haben die Ludwigsluster Fleischwaren bisher mit „Bio-Lust“ eine Eigenmarke in diesem Segment vertrieben, wird das neue Sortiment unter der Edeka-Eigenmarke „Natur Pur“ produziert und verkauft. Die Produkte würden gegenwärtig den selbstständigen Einzelhändlern auf einer Edeka-internen Hausmesse vorgestellt, sagte Grundmann. Mit den „Natur Pur“-Produkten wolle Edeka gemeinsam mit der Umweltorganisation WWF Deutschland die Artenvielfalt im Bio-Landbau fördern. Die ersten „Natur pur“-Produkte sollen ab ab Mitte April mit dem Logo „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ erhältlich sind.

Ziel des Modellprojekts sei es, die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen mit Hilfe eines neuen Naturschutzstandards für den Bio-Landbau zu erhöhen. Edeka-Sprecher Carsten Koch: „Die teilnehmenden Biopark-Betriebe setzen individuell ausgewählte Naturschutzleistungen aus einem 70 Maßnahmen umfassenden Katalog um, der von einem Bewertungssystem flankiert wird. Jede Maßnahme erzielt Punkte. Für den Standard muss eine bestimmte Mindestpunktzahl erreicht sein. Das Logo `Landwirtschaft für Artenvielfalt' weist extra auf die Bio-Produkte aus dem Projekt hin.“

Für die Ludwigsluster Fleischwaren bedeutet der Auftrag darüber hinaus auch die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Obwohl der Edeka-Auftrag nichts mit den aktuell angeschobenen und schon länger geplanten Kapazitätserweiterungen zu tun habe, sei das Unternehmen ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. „Leider ist die erforderliche fachliche Qualifikation sehr häufig nicht vorhanden“, meinte Warncke.

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