Wendorfer Thomas Kleis siegt im ersten S-Springen : Durchweg Lob für die Schweriner Reitpremiere

Springreiten auf höchstem Niveau bei der 1. Schweriner Horse Show
Springreiten auf höchstem Niveau bei der 1. Schweriner Horse Show

Durchweg Lob durch die Reiter gab es beim Premierentag der 1. Schweriner Horse Show in der Sport- und Kongresshalle. Bis auf ein paar Kleinigkeiten lief alles glatt, hieß es von der Tunierleitung.

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10. Februar 2011, 08:02 Uhr

Schwerin | Durchweg Lob durch die Reiter gab es beim gestrigen Premierentag der 1. Schweriner Horse Show in der Sport- und Kongresshalle - was will man mehr! "Hut ab, was der hingestellt hat", war etwa von André Plath zu vernehmen, der selbst auf seiner Anlage in Timmendorf/Poel seit Jahren Hallenreitturniere - der etwas kleineren Art freilich - veranstaltet. Mit "er" ist Turnierchef Christian Strahlmann aus Crivitz gemeint, dem man deutlich die Erleichterung anmerkte, dass bis auf Kleinigkeiten alles läuft.

Als Aktive und zudem im Turnier-Sponsoring mit "german pellets" dabei ist Kathrin Leibold (Wismar): "Ich finde Leute toll, die sich trauen, was Neues auf die Beine zu stellen. Das sollte man unterstützen und über Kinderkrankheiten hinwegsehen."

Natürlicherweise läuft beim ersten Mal nicht alles glatt. Thomas Voss aus dem holsteinischen Schülp, der bei den Turnieren in Mecklenburg seit Jahren ein gern gesehener Gast ist, brachte es auf den Punkt: "Die Reitfläche ist okay, der Boden super, was für den im Abreitezelt allerdings nicht gilt. Der ist viel zu tief. Aber da lässt sich sicherlich noch was machen." Die Org.-Crew machte sich denn auch gestern Abend nach Turnierschluss daran, dort nachzubessern.

Für internationales Flair am ersten Tag sorgte neben dem Ungarn Balaszs Krucso, Mikko Mäentausta aus Finnland , Vim Vissers (Bel) und der Niederländer Arne van Helm auch die Norwegerin Emeline Hoivik Nilsen. "Zuletzt war ich in in Verden. Das ist ein ganz altes Turnier, 50 Jahre und so. Da finde ich es schön, mal ganz was Neues zu sehen", verkündete die 21-Jährige aus der 50 000-Einwohnerstadt Tönsberg, 100 Kilometer von Oslo entfernt.

Sportlich freilich gab es für die ab 2012 in Hamburg ein Studium ("International Business Communication") anfangende Norwegerin gestern nichts im ersten S-Springen von Schwerin zu ergattern. Da sah es lange nach einem Mecklenburger Doppelerfolg im Mammutfeld von 105 Startern aus. Früh als Zehnter musste der Derbyzweite von 2009, Matthias Granzow aus Passin, mit seinem bewährten Antik in den von Parcourschef Wolfgang Mayer (Eisenhüttenstadt) durchaus knifflig und alles andere als einstiegsleicht errichteten Stangenwald. Die Zeit von 51,52 Sekunden nach fehlerfreier Runde hatte denn auch Bestand bis zur Start-Nr. 68. Dann kam der 2009er Derbygewinner Thomas Kleis (Wendorf) auf Questa Vittoria in die Bahn. "Ich will es hier ganz ruhig angehen lassen", hatte "Schlappi" zuvor verkündet. Die Zeitmess-Schranke war freilich bei 48,67 s passiert. "War doch langsam", so Schlitzohr Kleis.

Den Wendorfer fing keiner mehr ab, doch Granzow wurde noch um einen Rang nach hinten gereicht durch den viertletzten Starter Josch Löhden (Zeven) auf Robbedoes (0/50,97).

Zuvor in der Springpferde-Prüfung der Kl. M als Turnierstart hießen die Sieger in den drei Abteilungen: Frederik Knorren (Würselen) auf Corlando), Laura Strehmel (Neustadt/Dosse) auf Levon sowie die Schwedin Denise Svensson auf Coco Chanell. Letztere arbeitet als Bereiterin auf der Anlage von Heiko Schmidt in Neu Benthen. Überschattet wurde die Prüfung vom Sturz durch Svenssons Landsfrau Mathilda Karlsson, dessen Pferd Queens Darling beim Halleneingang ausrutschte. Die Reiterin landete unsanft und zog sich wahrscheinlich einen Beinbruch zu.

Heute geht es bereits um 8.30 Uhr mit der so genannten Youngster-Tour weiter. Ab Mittag folgen ab 12.00 bzw. 16.30 Uhr zwei Springen der schweren Klasse.


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