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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 00:21 Uhr

Ostsee : Dünenreparatur nach Sturmflut

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rund 500 000 Kubikmeter Sand hat die Ostsee-Sturmflut an verschiedenen Orten abgetragen

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Nach der schweren Sturmflut Anfang Januar sind in Mecklenburg-Vorpommern zwei Dünenabschnitte so schwer beschädigt, dass akuter Handlungsbedarf besteht. Wie Umweltminister Till Backhaus (SPD) heute berichtete, handelt es sich um einen 300 Meter langen Dünenabschnitt bei Graal-Müritz und um einen 200 Meter langen Abschnitt bei Wustrow auf dem Darß. Während der sogenannte Verschleißteil der dreiteiligen Düne abgetragen sei, weise der Reserveteil schwere Schäden auf. Nun werde der fehlende Sand aus einem benachbarten Strandabschnitt per Lkw zur betroffenen Düne transportiert und eingebaut.

Die Arbeiten dafür haben heute begonnen. Rund 7000 Kubikmeter Sand müssen in Graal-Müritz befördert werden. Lars Tiepolt vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Rostock geht davon aus, dass die Arbeiten bis Ende kommender Woche abgeschlossen sind. Diese Arbeiten zum Küstenschutz seien keine Tourismusförderung, auch wenn der Strand primär von Badegästen genutzt werde, betonte er.

Bei einer drei Tage dauernden Untersuchung der 377 Kilometer langen Außenküste mit Flugzeugen sei festgestellt worden, dass neben Graal-Müritz und Wustrow noch Dünen etwa in Markgrafenheide, Juliusruh, Binz, Zinnowitz und Zempin-Koserow beschädigt sind. Diese Dünen hätten jedoch noch ausreichende Verschleißteile. „Hier sehen wir aktuell keinen Handlungsbedarf“, sagte Backhaus. In diesen Abschnitten werde noch in diesem Jahr und den Folgejahren Sand aufgespült, um die Dünen aufzufüllen. Insgesamt habe der Sturm in diesen Gebieten rund 500 000 Kubikmeter Sand aus den Dünen in den Strand beziehungsweise Vorstrand umgelagert.

Bis Ostern sollten Menschen die Strände gefahrlos betreten können, sagte Backhaus. Bis dahin sollten auch Wege wiederherstellt, Treibgut und beschädigte Bäume beseitigt und Seebrücken repariert werden.

Aktuell seien die Daten für 13 der 27 Landesschutzküstendünen ausgewertet. Es müsse an den verbleibenden Abschnitten aber nicht mit gravierenden Schäden gerechnet werden, sagte Backhaus.

Das Land will über einen Hilfsfonds bis zu 25 Millionen Euro für die Beseitigung der Sturmflutschäden bereitstellen. Derzeit würden die entsprechenden Anträge aus den Kommunen eingehen, vor einer Woche seien Anträge in einem Umfang von 1,5 Millionen Euro registriert worden. „Das wird mehr werden“, sagte Backhaus. Wie viel Geld insgesamt benötigt wird, sei unklar.

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