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P+S Werften : Droht die Verramschung der Ostseefähren?

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Nach dem Rücktritt der Reederei Scandlines vom Bauauftrag für zwei neue Ostseefähren auf der Stralsunder Volkswerft sucht der Insolvenzverwalter der P+S Werften weltweit nach neuen Käufern. Es droht die Verramschung.

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2012 | 05:09 Uhr

Stralsund | Sie sollten als Aushängeschilder auf der Ostsee von der Leistungsfähigkeit der Volkswerft Stralsund künden, doch nun verkommen sie zum Schnäppchen-Angebot an Reeder in aller Welt. Eine Woche nach der Kündigung des Bauauftrags durch die Fährreederei Scandlines sucht der Insolvenzverwalter der P+S Werften, Berthold Brinkmann, nach einem Käufer für die zwei Ostseefähren. Es droht die Verramschung.

Auf einen Kaufpreis von knapp 200 Millionen Euro hatten sich Reederei und Werft im Frühjahr 2010 für die beiden Großfähren geeinigt. Immer neue Bauverzögerungen an Bord der Schwesterschiffe, die zuletzt um 700 Tonnen schwerer ausfielen als in der vertraglichen Spezifikation, führten schließlich in die Werftenpleite. Ohne entsprechenden Umbau könnten die Schiffe nicht mehr den dänischen Flachwasserhafen Gedser anlaufen, klagte Scandlines. Zuletzt soll Reedereichef Soren Poulsgard Jensen für beiden Schiffe zusammen nur noch 30 Millionen Euro angeboten haben. Das Angebot sei nicht akzeptabel, lehnte Brinckmann ab und beauftragte Makler mit der Suche nach neuen Interessenten. Erste gebote sollen eingegangen sein. Die bislang höchste Offerte soll sich unbestätigten Angaben zufolge bei immerhin zusammen 70 Millionen Euro belaufen.

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