Ueckermünde : Drogen und Chaos: Bürgermeister bald weg?

Der suspendierte Bürgermeister von Ueckermünde, Gerd Walther, soll nackt durch den Ort gelaufen sein. Er bestreitet das.
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Der suspendierte Bürgermeister von Ueckermünde, Gerd Walther, soll nackt durch den Ort gelaufen sein. Er bestreitet das.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung beraten die Abgeordneten über eine „Zur-Ruhe-Setzung aus gesundheitlichen Gründen“.

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24. September 2018, 20:45 Uhr

Nach sechs Monaten Streit wollen die Stadtvertreter in Ueckermünde (Kreis Vorpommern-Greifswald) an diesem Donnerstag endgültig über die Abberufung von Bürgermeister Gerd Walther entscheiden. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung beraten die Abgeordneten über eine „Zur-Ruhe-Setzung aus gesundheitlichen Gründen“, wie ein Stadtsprecher gestern erklärte.

Der 48-jährige Walther ist seit 2013 im Amt, war aber wegen Drogenproblemen im März vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Die Entscheidung war fraktionsübergreifend gefallen. Der Ex-Linken-Politiker hatte in einem Zeitungsinterview die Drogenprobleme zugegeben und mit persönlichen Problemen begründet. Eine amtsärztliche Untersuchung konnte die Vorwürfe nach Ansicht der Stadtvertreter in der Folge nicht ausräumen. Walther bestreitet, dass er nicht dienstfähig sein soll. Er trat bei den Linken aus und versucht inzwischen eine Partei mit dem Namen Deutsche Friedenspartei zu gründen.

In dem Zusammenhang ermittelt auch die Staatsanwaltschaft. Walthers Haus wurde durchsucht, und er musste wegen Drogenverdachts auch seinen Führerschein abgeben. Zuletzt sorgte der suspendierte Verwaltungschef für Schlagzeilen, weil er sich einer Notärztin und Polizisten in seinem Heimatdorf widersetzte und für mehrere Tage in eine Klinik zwangseingewiesen werden musste. Wenn Walther nun in den Ruhestand versetzt wird, kann er noch rechtlich dagegen vorgehen.

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