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Ex-Kaserne : DRK zieht sich aus Basepohl zurück

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Zukunft der Flüchtlingsunterkunft des Landes in der Ex-Kaserne Basepohl ist unklar

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sprach gestern in Schwerin von notwendigen Anpassungen, weil deutlich weniger Flüchtlinge kommen. Dem Innenministerium sei es jedoch wichtig, dass eine Reaktion auf ein erneutes Anwachsen des Zustromes jederzeit möglich ist, sagte er. Dazu liefen gegenwärtig Gespräche mit allen Beteiligten.

Dem DRK als Betreiber der Wohnaußenstelle Basepohl dauert dies offenbar zu lange. Es wird sich ab Oktober aus der Betreuung zurückziehen. Das Land habe die Betreuung in Basepohl mit „deutlich weniger als der Hälfte der jetzt 102 Mitarbeiter“ verlangt, nachdem der jetzige Vertrag am 30. September auslaufe, erklärte der Leiter in Basepohl, Thilo Rau. So sei aber nur ein „Verwahren“ möglich.

Derzeit gibt es laut Innenministerium 3300 Plätze in den Erstaufnahmen des Landes in Nostorf/Horst und Stern-Buchholz bei Schwerin sowie den „Wohnaußenstellen“ Basepohl und Fünfeichen bei Neubrandenburg. An den vier Standorten leben derzeit 436 Zuwanderer. Auf die Ex-Kasernen Basepohl entfallen 42 Flüchtlinge. „Dort, wo keine Flüchtlinge mehr sind, muss auch keine Betreuung mehr stattfinden“, sagte Caffier. „Im Interesse aller Steuerzahlen wäre es nicht zu verantworten, die Verträge nicht anzupassen und weiterhin über 100 Mitarbeiter für so wenige Flüchtlinge wie in Basepohl zu beschäftigen.“

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