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Fachkräftemangel in MV : Drese: Pflege nur mit Angehörigen zu bewältigen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Qualifiziertes Personal fehlt. Risiko, pflegebedürftig zu werden, in MV bundesweit am höchsten.

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2017 | 09:00 Uhr

Die Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern werden in Zukunft nach Ansicht des Sozialministeriums nur mit Hilfe der Angehörigen zu versorgen sein. Bestärkt wird das Ministerium von der Krankenkasse Barmer, deren Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach am Freitag in Schwerin sagte: „Für die Betreuung durch professionelle Anbieter fehlt schlichtweg qualifiziertes Pflegepersonal.“ Daher müssten die pflegenden Angehörigen unterstützt werden.

Derzeit sind laut Ministerium rund 80.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2050 werde ihre Zahl auf 118 000 steigen. 26,3 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause mit Hilfe eines ambulanten Dienstes versorgt. 48 Prozent werden ausschließlich durch Angehörige gepflegt.

In der Pflege standen in MV 2013 rund 17.000 Vollzeitstellen zur Verfügung, teilte das Ministerium unter Verweis auf den Barmer Pflegereport mit. Der Bedarf steige bis 2030 auf 25 000 Stellen. Es fehlten damit perspektivisch 8000 Stellen für Pflegekräfte.

In MV ist laut Ministerium das Risiko, pflegebedürftig zu werden, bundesweit am höchsten. Bei den über 60-Jährigen betrage die Wahrscheinlichkeit 4,5 Prozent, in Bayern nur 2,6 Prozent.

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