zur Navigation springen

MEcklenburg-Vorpommern : Dreiste Diebe plündern Kirchen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bereits zwölf Fälle in diesem Jahr in MV

svz.de von
erstellt am 24.Mai.2014 | 15:45 Uhr

Kirchen und Friedhöfe in Mecklenburg-Vorpommern stehen bei Einbrechern und Dieben derzeit hoch im Kurs. Am Wochenende stahlen Unbekannte drei gusseiserne Flügeltore vom Friedhof der Kirchgemeinde in Lassan (Vorpommern-Greifswald). Schaden: 1500 Euro. Tage zuvor hatten Ganoven in der offenen Schweriner Schelfkirche die Kollekte-Truhe aufgebrochen und 400 Euro an Spenden mitgenommen.

Ende April stahlen Diebe eine 600 Jahre alten Johannes-Figur aus der Kirche in Benz (Insel Usedom). Fast zeitgleich wurde ein Opferstock aus dem Gotteshaus in Zirchow auf Usedom entwendet. Im März scheiterten Einbrecher in der Petrikirche in Rostock an der Festigkeit des dortigen Opferstocks. In der Georgenkirche in Wismar hingegen gelang es einem Dieb, am Tag die dortige Spendenbox zu stehlen.

„Diebstahl aus Kirchen wird als besonders schwerer Fall geahndet, weil relegiöse Gefühle verletzt verden“, sagte der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA), Michael Schuldt. Zwölf Fälle registrierte das LKA landesweit in diesem Jahr – die meisten davon in den vergangenen acht Wochen. Im vergangenen Jahr gab es knapp 50 ähnliche Delikte.

„Wir sehen die Entwicklung mit großer Sorge“, so Christian Meyer, Pressesprecher des Kirchenkreises Mecklenburg. Doch trotz der gestiegenen Zahl der Diebstähle sollen die Kirchen auch außerhalb der Gottesdienste weiterhin für Besucher offen bleiben. Dafür sprach sich auch die CDU im Landtag aus. „Offene Kirchen sind nicht nur ein wichtiges Bindeglied des christlichen Gemeindelebens, sondern zeigen auch den größten Kulturschatz unseres Landes“, so Fraktionschef Vincent Kokert.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen