Stralsund : Dreimillionster Gast im Ozeaneum

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Besucherschlangen vor dem Ozeaneum sind keine Seltenheit. dpa

Vier Jahre nach Einweihung des Ozeaneums in Stralsund ist gestern der dreimillionste Gast in der Ausstellung über Europas Kaltwassermeere begrüßt worden. Es war die zehnjährige Anna Roth aus Cammin bei Rostock.

svz.de von
24. Juli 2012, 08:02 Uhr

Stralsund | Vier Jahre nach Einweihung des Ozeaneums in Stralsund ist gestern der dreimillionste Gast in der Ausstellung über Europas Kaltwassermeere begrüßt worden. Als Gastgeschenk durfte die zehnjährige Anna Roth aus Cammin bei Rostock die Pinguine auf der Dachterrasse des Ozeaneums füttern.

Ein Museum sei erfolgreich, wenn es sich erneuere und sich abhebe von anderen Einrichtungen, sagt der Vize-Direktor der Stiftung Deutsches Meeresmuseum, An dreas Tanschus. "Nur wer einmalig ist, zieht Leute an."

Als nächstes Projekt wird die Ausstellung "Ein Meer für Kinder" aufgefrischt. Zudem soll der 400 Quadratmeter große Ausstellungsbereich über die Biodiversität überarbeitet und zu rund 85 Prozent durch einen Abschnitt über die Weltmeere ersetzt werden. Weitgehend unbekannte Lebensräume wie die Tiefsee, aber auch die Meeresströmungen, die als marine Förderbänder entscheidend für das Leben auf der Erde seien, rücken dabei stärker in den Mittelpunkt.

Das Meeresmuseum zählt zu den beliebtesten Einrichtungen in Deutschland - allein 2011 kamen 650 000 Besucher. Seit der Eröffnung im Juli 2008 sind die Besucherzahlen im Ozeaneum, das seine Betriebskosten allein refinanzieren muss, allerdings leicht rückgängig. Vize-Direktor Tanschus zeigt sich darüber nicht beunruhigt. "Ein Abwärtstrend nach einem ersten Hype-Jahr ist für Museen normal." Die Besucherzahlen lägen noch immer deutlich über den vorausgesagten Zahlen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, die vor der Eröffnung erstellt wurden. Diese seien von 540 000 Besuchern im dritten und vierten Betriebsjahr ausgegangen. Drei Millionen Besucher in nur vier Jahren sei mehr als erwartet wurde.

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