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Waren/Dabelow : Dramatische Saison für „TV-Greifvögel“

vom
Aus der Onlineredaktion

Unwetter setzte Brut zu: Nur drei Jungvögel überleben.

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 20:45 Uhr

In den bekanntesten Beobachtungsnestern für Greifvögel an der Mecklenburgischen Seenplatte geht eine dramatische Jungvogelsaison zu Ende. Etwa wegen Unwetter und Revierkämpfen starben mehrere Küken. In den Horsten Federow und Sparow bei Waren sowie am Brückentinsee in Dabelow kamen nur ein junger Fischadler und zwei junge Wanderfalken durch, wie die Betreiber der Nestkameras gestern sagten. So konnte das „TV-Fischadlerpaar“ im Müritz-Nationalpark in Federow aus drei Eiern nur ein Junges großziehen. „Es ist das jüngste Küken und inzwischen zum ersten Mal geflogen“, sagte ein Sprecher.

In Sparow fegte ein Sommersturm alle Jungvögel aus dem Nest, die nicht wiedergefunden wurden. Seitdem sind die Altvögel nur noch selten zu sehen.

Im Horst auf der Insel am Brückentinsee haben Wanderfalken zwei junge Falken großgezogen, wie Hotelbetreiberin Barbara Karge sagte. „Am Ende wurde im Mai noch ein dritter, verwaister Jungvogel mit ernährt.“ Die Falken sind aber im Juni wieder in andere Quartiere abgeflogen.

Die Federower Fischadler gelten als prominenteste Tiere im Müritz-Nationalpark. Die Bilder vom Horst auf einem Strommast werden in die mit Abstand beliebteste Nationalparkinformation übertragen, wohin im Jahr 50 000 Gäste kommen. Dort musste das alte Männchen aber im April erst ein junges Männchen vertreiben, das mit dem angestammten Adler-Weibchen schon drei Eier hatte. Wie in der Natur üblich, wurden diese Eier aus dem Nest geworfen. Es kamen zwar neue Eier, aber nur zwei Küken schlüpften. Wenige Tage vor der Beringung verschluckte sich der größere Jungvogel vermutlich an einer Gräte und erstickte. „So etwas hatten wir noch nie“, sagte der Sprecher.

 

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