Neue Betrugsmasche : Drahtzieher in der Türkei

Beim Enkeltrick nutzen Betrüger die Hilfsbereitschaft der itbürger aus.
Beim Enkeltrick nutzen Betrüger die Hilfsbereitschaft der itbürger aus.

Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche am Telefon. Kriminelle habe eine neue Methode gefunden, ahnungslose Bürger mit scheinbaren Gewinnversprechen um ihr Geld zu bringen.

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26. Oktober 2011, 09:13 Uhr

Lübz | Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche. Kaum ist die Enkeltrick-Serie abgeebbt, haben Kriminelle eine neue Methode gefunden, ahnungslose Bürger mit scheinbaren Gewinnversprechen am Telefon um ihr Geld zu bringen.

Während in den vergangenen Jahren Trickbetrüger häufig mit der so genannten "Enkeltrick"-Masche ahnungslose Rentner um ihr Geld brachten, versuchen es die Täter jetzt mit angeblichen Gewinnversprechen oder vermeintlichen Erbschaften, bei denen die Kriminellen nur noch telefonisch oder per E-Mail mit potentiellen Opfern in Kontakt treten.

So wurde der Polizeiinspektion Ludwigslust, die auch für Lübz zuständig ist, ein Fall aus dem Landkreis Ludwigslust- Parchim bekann. Polizeisprecher Klaus wiechmann: "Ein Mann zahlte für einen angeblichen Millionengewinn, der ihm am Telefon von einer vermeintlichen Lottogesellschaft offeriert worden war, über 1000 Euro an die Gauner. Bei dem Geld sollte es sich um angebliche Transfer- bzw. Verwaltungsgebühren handeln, die vor der Überweisung des versprochenen Lottogewinns zu entrichten sind."

Die Überweisung erfolgte auf ein Konto in der Türkei, wo die Polizei die Drahtzieher dieser Masche vermutet. Mit einem ähnlichen Trick hatten die Betrüger in den letzten Monaten mindestens drei Opfer im Landkreis Ludwigslust-Parchim um insgesamt mehrere tausend Euro betrogen.

Hier hatten die Kriminellen am Telefon einen Autogewinn versprochen, bei dem vor Auslieferung Zulassungs- und Transfergebühren zu bezahlen waren. Auch hier verschwand das Geld spurlos, auf den vermeintlichen Gewinn warten die Betrogenen heute noch.

Mit einer neuen Masche versuchen es Betrüger nun via E-Mail. Klaus Wiechmann berichtet: "Plötzlich sollen die Empfänger solcher Mails Millionenerben geworden sein. Angeblich von entfernten Verwandten im Ausland, die selbst keine Hinterbliebenen haben."

Auch wenn es in diesen Anschreiben noch nicht zu konkreten Geldforderungen kam, vermutet die Polizei auch hier Betrugsabsichten. Ein jüngster Fall wurde der Polizei in Hagenow am gestrigen Dienstag bekannt.

Die Polizei rät deshalb in jedem Fall zur Vorsicht. Polizeisprecher Klaus Wiechmann: "Finger weg von solchen dubiosen Versprechen! Häufig stecken Betrüger dahinter!" Seriöse Firmen, die Preisausschreiben veranstalten, verlangen im Gewinnfall nie Geld. Allein deshalb sollten die von der freudigen Nachricht überraschten und als Opfer ausgesuchten ahnungslosen Bürger ihr Geld gut festhalten.

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