zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 00:25 Uhr

Grambow : Doppelpräsent stärkt Grüne Seele

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stiftung Umwelt und Naturschutz MV feiert ihren 20. Geburtstag in Grambow: Lübzer Brauerei und Land stocken Stammkapital auf

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2014 | 10:38 Uhr

Dass die Stiftung für Umwelt und Naturschutz MV ihren 20. Geburtstag gestern Nachmittag auf Gut Grambow feierte, war kein Zufall: Die Renaturierung des Regenmoores steht als Projekt Nummer 1 in den Annalen der Stiftung. Und die Rettung dieses Kleinodes mit seiner einmaligen Tier- und Pflanzenwelt ist noch nicht vollendet. Zugleich will sich die Stiftung fürs benachbarte Hofmoor engagieren: Auch dieses Areal soll dauerhaft der Natur überlassen werden, der Torf soll im Boden bleiben, berichtete Geschäftsführer Björn Schwanke.

Mit dem Kauf von knapp 180 Hektar Land im Grambower Regenmoor für 500 000
D-Mark fing die Erfolgsgeschichte an, hob Umweltminister Till Backhaus in seiner Laudatio hervor. Heute sind es dort sogar 250 Hektar. Doch landesweit ist das wenig. Insgesamt gehören an 100 Orten in MV rund 8000 Hektar Naturschutzflächen der Stiftung.

Der Erwerb solcher Flächen sei die Voraussetzung für den dauerhaften Erhalt dieser Edelsteine, unterstrich Backhaus. Doch das allein reicht nicht aus. Die Flächen müssen naturgerecht gesichert, bewirtschaftet und für interessierte Menschen erschlossen werden. Auch da ist die Stiftung mit ihren Partnern aktiv. Grambow bietet dafür das beste Beispiel: Der Förderverein für das Regenmoor gründete sich ein Jahr vor der Stiftung.

Backhaus hatte zudem die Nachricht über ein anderes Großvorhaben im Gepäck: Die komplette Übertragung des einstigen Truppenübungsplatzes Lübtheen an die Stiftung sei auf gutem Wege.

Und das war nicht das einzige Geburtstagsgeschenk. Die „Grüne Seele unseres Landes“ – so das Stiftungsmotto – wurde gestern gestärkt. Das Stammkapital wuchs um 8000 Euro an. Die Lübzer Brauerei spendete 4000 Euro. Denn Natur- und insbesondere der Gewässerschutz liege den Bierbrauern am Herzen, betonte Geschäftsführer Wilfried Horn. Und da das Land zu jedem der Stiftung gespendeten Euro einen weiteren drauflegt, kamen 8000 Euro zusammen. Das entsprechende Landesprogramm nach US-amerikanischem Vorbild gibt es übrigens seit 2012. Allerdings ist die Maximalsumme aus der Landeskasse von fünf Millionen Euro noch lange nicht ausgeschöpft, berichtete Backhaus. Horn warb eindringlich, dass andere Unternehmen es nutzen mögen, um die Naturvielfalt in MV zu erhalten.

Zugleich soll dieses Programm helfen, einen „Geburtsfehler“ zu heilen: Die Stiftung startete vor 20 Jahren ohne Geld, ohne Leute, ohne Räume, so Backhaus. Deshalb sei es um so beeindruckender, was unzählige Helfer bislang erreicht hätten.

Wichtig sind solche Zustiftungen zudem gerade jetzt, weil die Zinsen weltweit im Keller sind und damit für Projektarbeit weniger Geld zur Verfügung steht. Denn auch das Stiftungskapital selbst ist nachhaltig: Es darf nicht angetastet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen