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Machturlaub : Dokumentationszentrum Prora lockte 600 000 Gäste

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 17:22 Uhr

Zehn Jahre nach Eröffnung soll die Ausstellung „Machturlaub“ im Dokumentationszentrum Prora erweitert und überarbeitet werden. Hintergrund seien neue Erkenntnisse zur Nutzung des nationalsozialistischen Baus in den Jahren des Zweiten Weltkrieges, sagte Jürgen Rostock. Die als „Seebad der 20 000“ geplante Anlage diente mit Ausbruch des Krieges als Ausbildungsstätte für Polizeibataillone, die später u.a. an Massenerschießungen und an der Ermordung Kriegsgefangener beteiligt gewesen seien. Dokumente sollen diesen Teil der Nutzungsgeschichte stärker beleuchten. Zudem seien in den vergangenen Jahren viele Zeitzeugen- Interviews geführt worden, die nun in die Ausstellung eingearbeitet werden sollen, so Rostock. Seit der Eröffnung im Jahr 2004 informierten sich rund 600 000 Besucher in der Ausstellung „Machturlaub“.  Das „KdF-Seebad Rügen“ war ein wichtiger Bestandteil der sozialpolitischen Propaganda des NS-Regimes. Die Ausstellung thematisiert die Geschichte von Prora und stellt sie in den Kontext der nationalsozialistischen Gesellschaftspolitik.

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