Nach Anstellung Britta Sellerings : Doch freie Stellen beim Rechnungshof

Erwin Sellering (SPD) mit seiner Frau Britta.
Erwin Sellering (SPD) mit seiner Frau Britta.

Seltsamer Wandel bei oberster Prüfbehörde in nur zwei Wochen nach brisanter Einstellung

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21. April 2017, 20:45 Uhr

Noch Ende März gab es beim Landesrechnungshof keine einzige freie Stelle, sodass in einem Abordnungsverfahren das Bundesfinanzministerium aushelfen musste. Das führte offiziell zur Abordnung von Britta Sellering – Gattin des Ministerpräsidenten – von Berlin nach Schwerin, ohne dass diese Stelle öffentlich ausgeschrieben werden musste. Zwei Wochen später gibt es plötzlich beim Rechnungshof doch eine freie Stelle für eine „Prüferin in der Landesverwaltung“ mit „Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin“. Die Ausbildung, die auch Frau Sellering hat. Seit Mittwoch ist diese Stelle öffentlich ausgeschrieben, wie es sein muss.

Dabei hatte doch Rechnungshofpräsidentin Martina Johannsen Ende März bei der Bekanntgabe der Personalie Sellering explizit darauf verwiesen, dass die Behörde keine freien Stellen für zusätzliche Mitarbeiter habe. Nur deshalb habe sie sich an den Bund gewandt. Frau Sellering sei dort die einzige geeignete Bewerberin gewesen.

Ein Sprecher versucht jetzt aufzuklären: „Die ausgeschriebene Stelle ist die eines Prüfers, Sachbearbeiters im ehemalig gehobenen Dienst. Der Prüfer soll insbesondere an der Prüfung der Haushaltsrechnung des Landes mitarbeiten.“ Weiter: „Frau Sellering ist als Referentin an den Landesrechnungshof für die Bereiche Bund-Länder-Finanzen sowie Novellierung des Kommunalen Finanzausgleichs abgeordnet. Wir haben auf absehbare Sicht in dieser Laufbahngruppe, ehemalig höherer Dienst, Anforderung Diplom/Master, keine freie Stelle.“

Fazit der Redaktion: Es sei denn, es kommt wieder anders?

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