Totes Baby in Wittenburg : DNA-Massentest zur Suche nach Mutter gestartet

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Wer ist die Mutter des toten Mädchens in Wittenburg? 1700 Frauen sind zu einem freiwilligen Speicheltest aufgerufen.

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03. Mai 2017, 11:45 Uhr

Einer der größten DNA-Massentests in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns ist am Mittwoch in Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) angelaufen. Gesucht wird nach der Mutter eines Babys, dessen Leiche am 1. März in einem Waldstück der Kleinstadt an der A24 gefunden worden war. Die Ermittlungen sind bisher ohne Erfolg geblieben.

Rund 1700 Frauen zwischen 15 und 45 Jahren aus der Region sind zu dem freiwilligen Speicheltest aufgefordert worden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin sagte. Vier Termine in dieser und der kommenden Wochen seien angesetzt worden. In den ersten fünf Stunden kamen der Sprecherin zufolge bereits rund 150 Frauen zur Speichelprobe. Die Bereitschaft, an der Aufklärung des Falls mitzuarbeiten, sei groß, sagte sie. 15 Beamte seien im Einsatz.

Spaziergänger hatten die Leiche des Neugeborenen in einem Waldstück in der Nähe des Sportplatzes von Wittenburg gefunden. Die Obduktion hatte ergeben, dass das kleine Mädchen nach der Geburt lebte. Für Informationen, die zur Ermittlung der Mutter führen, wurde eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Staatsanwaltschaft, aber auch jede Polizeidienststelle entgegen.

Dennoch blieben bislang die Ermittlungen erfolglos. Rund um den Fundort der Babyleiche waren mehrfach Spürhunde eingesetzt worden, ebenfalls ohne Ergebnis. Ermittelt wird wegen Verdachts des Totschlags.

Zum DNA-Massentest wurden Frauen gebeten, die zwischen März 2016 und März 2017 in den Gemeinden Wittenburg, Wittendörp, Zarrentin, Vellahn und Bobzin gemeldet waren oder dort gearbeitet haben. Die Speichelproben sollen mit DNA verglichen werden, die an der Babyleiche festgestellt wurde.

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