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Kommissar DNA : DNA-Analyse: 285 Täter überführt

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Schweriner Fahnder verlassen sich bei der Aufklärung schwerer Verbrechen zunehmend auf den genetischen Fingerabdruck. In MV werden seit 2010 jährlich etwa 9000 DNA-Proben genommen. 2011 wurden 285 Täter überführt.

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erstellt am 16.Mär.2012 | 08:15 Uhr

Schwerin | Fahnder verlassen sich bei der Aufklärung schwerer Verbrechen zunehmend auf den genetischen Fingerabdruck. In Mecklenburg-Vorpommern werden seit 2010 jährlich etwa 9000 DNA-Proben untersucht und mit Daten in der Analysedatei des Bundeskriminalamtes (BKA) verglichen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage unserer Redaktion mit. In den Jahren zuvor waren es 5000 bis 6000 Proben jährlich. Die Erfolgsquote kann sich sehen lassen: "Im vergangenen Jahr haben wir 285 Personen aufgrund ihrer DNA-Spuren identifiziert", sagte LKA-Sprecherin Synke Kern. In weiteren 38 Fällen stimmte die Spur mit der von einem anderen Tatort überein, so dass Zusammenhänge zwischen Straftaten erkannt werden konnten. Im Jahr zuvor erzielten die DNA-Fahnder 357 Spur-Personen- Treffer und 61 Spur-Spur-Treffer.

Das wichtigste Instrument der Gen-Fahnder ist die DNA-Analyse-Datei des BKA in Wiesbaden, in der die Gen-Daten von 746 912 Tatverdächtigen und Verurteilten sowie 201 955 Spuren-Datensätze von Tatorten zum bundesweiten Vergleich eingestellt sind. 14 385 Personen- und 3 665 Tatortspuren kommen davon aus Mecklenburg-Vorpommern.

Neben schweren Straftaten wie Tötungs- und Sexualdelikten oder Raub und Erpressung kommt die DNA-Analyse seit sechs Jahren auch bei Delikten wie Diebstahl und Beleidigung zum Einsatz. Die Methoden im Bereich der DNA-Analytik ist in den letzten Jahren wesentlich verfeinert worden. "Heute können wir Ergebnisse erzielen, die vor Jahren noch unmöglich waren", so ein Ermittler. Der Fall Antje Struck war bisher der spektakulärste Erfolg der DNA-Fahnder in Mecklenburg-Vorpommern. Die Rostocker Schülerin war im Sommer 1996 im Stadtteil Evershagen getötet worden. Zwölf Jahre später konnten die beiden Peiniger über kleinste DNA-Spuren auf einem Klebeband überführt werden, auf denen die Polizei Faserspuren vom Körper des 15-jährigen Mädchens aufbewahrt hatte. Die beiden Männer wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Insgesamt konnten seit Einrichtung der DNA-Analyse-Datei im Jahre 1998 bis Ende 2011 in Mecklenburg-Vorpommern 1537 Tatverdächtige über die am Tatort gesicherte DNA-Spur ermittelt werden. "In weiteren 318 Fällen wurde aufgrund eines Spuren-Spuren-Treffers ein Tatzusammenhang festgestellt", berichtete Synke Kern. Seit sechs Jahren nutzt das LKA nicht nur die zentrale Gen-Datei des BKA, sondern auch die anderer europäischer Staaten wie Österreich, Luxemburg, Frankreich und Slowenien. Die Zusammenarbeit mit Lettland ist geplant.


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