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Schwerin : Diskussion über Windräder im Stadtgebiet

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In der Landeshauptstadt wird das Thema Öko-Strom groß geschrieben. Nur die Energiegewinnung durch Windkraft spaltet die Gemüter. Ein Umwelt- und Gewerbepark soll als Windkraftvorranggebiet geprüft werden.

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2012 | 10:07 Uhr

Schwerin | Geothermie, Biogasanlagen und Solarstrom - in der Landeshauptstadt wird das Thema Öko-Strom groß geschrieben. Nur die Energiegewinnung durch Windkraft spaltet die Gemüter. Auslöser sind Bestrebungen der Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen, den Blücher-Umwelt- und Gewerbepark im Stadtteil Stern Buchholz als so genanntes Windkraftvorranggebiet zu prüfen. Die Fachausschüsse werden sich jetzt mit dem Thema befassen.

Einen interessierten Investor solle es nach Angaben des fraktionslosen Stadtvertreters Manfred Strauß bereits geben. Strauß hatte zunächst darauf gedrungen, den Industriepark in den Göhrener Tannen als Windenergiestandort zu prüfen.

Doch weil sich Schwerin um die Plakette des Unesco-Weltkulturerbes bewerben will, herrscht in der Landeshauptstadt auch viel Gegenwind. Mehr als hundert Meter hohe Räder würden unter anderem die Stadtsilhouette und Sichtachsen auf das Schloss stören. "Unser einzigartiges Schwerin will ich nicht für die Windkraft freigeben", argumentiert CDU-Stadtvertreter Gert Rudolf. "Solche Vorranggebiete sollten nicht so dicht an die Tore der Landeshauptstadt heran kommen." Linke-Fraktionschef Gerd Böttger hält dagegen: "In Zeiten der Energiewende stellt sich dieses Thema immer wieder neu."

Die Grundlage für Windanlagen bildet ein regionaler Raumentwicklungsplan, der im Schweriner Stadtgebiet keine Standorte für Windräder vorsieht. Aus diesem Grund räumt Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff solchen Anlagen wenige Chancen auf Umsetzung ein. "Über das Konzept wurde fünf Jahre lang diskutiert", sagt er.


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