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Bundeswehr in Laage : „Dieser Standort hat Zukunft“

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Aus der Onlineredaktion

Bundesverteidigungsministerin von der Leyen besucht die Truppe in Laage und macht anschließend Wahlkampf in Rostock

In den kommenden fünf Jahren sollen weitere 30 Millionen Euro in den Neubau von Unterkünften und Ausbildungseinrichtungen auf dem Fliegerhorst Laage investiert werden, erklärte Geschwaderkommodore Gero von Fritschen bei einem Besuch von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) beim Geschwader am Freitag. Derzeit sind 25 Eurofighter in Laage stationiert. Die Ministerin erklärte, das Geschwader „Steinhoff“ in Laage werde 2018 die baltischen Staaten beim sogenannten Air Policing, der Überwachung des Luftraumes, erneut unterstützen. Seit der Wende seien 300 Millionen Euro in den Stützpunkt investiert worden. „Dieser Standort hat Zukunft“, so von der Leyen.

Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion und örtliche Bundestagsabgeordnete, Eckhardt Rehberg, sicherte die geplante Aufstockung des Wehretats zu. Gemäß einer Nato-Vereinbarung könnte der Etat bis Mitte des kommenden Jahrzehnts auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung wachsen. Bereits mittelfristig werde der Etat um zehn Milliarden Euro steigen, sagte Rehberg.

Derzeit gibt Deutschland 1,26 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für das Militär aus. Die SPD lehnt die Pläne ab. Eine Steigerung der Verteidigungsausgaben dürfe nicht „einer sachfremden Quotenlogik folgen, sondern einer umfassenden Sicherheitslogik“, hatte Fraktionschef Thomas Oppermann der „Rheinischen Post“ gesagt.

Die Bundesverteidigungsministerin fuhr anschließend zum Wahlkampf nach Rostock weiter. Sie habe weiter große Hochachtung vor dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. Er habe Erhebliches geleistet, sagte sie beim „Politischen Salon“ der „Ostsee-Zeitung“. „Und gerade im Lichte dessen, was wir in der jetzigen Präsidentschaft sehen, kann ich nur sagen: ,Ich wünsche mir einen Präsidenten Obama zurück‘.“

Bei Donald Trump wisse man nie, was Impuls und was Strategie sei. „Und diese Widersprüchlichkeit, dieses Wankelmütige, (...) mal ist alles gut, mal ist alles schlecht, das ist es ja, was die Unberechenbarkeit des Weißen Hauses ausmacht“, erklärte von der Leyen. Es sei allerdings zu beobachten, dass die US-Administration mit Außenminister Rex Tillerson oder Verteidigungsminister James Mattis alles tue und dagegen steuere, um mäßigend und berechenbar zu wirken.

Mit Sorge blicke sie auf Nordkorea, sagte die Ministerin. Dort könne es nur die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung geben. Dabei habe China einen großen Einfluss und sei sich auch immer stärker seiner Verantwortung bewusst.

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erstellt am 11.Aug.2017 | 20:45 Uhr

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