Fall Jeremie : Dieselklau in Wittenburg sorgt für breites Echo

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Die Meldung unserer Zeitung über die geschnappten Dieseldiebe bei Wittenburg, die zur Pflegefamilie des entlaufenen Pflegejungen Jeremie gehören sollen, hat gestern ein bundesweites Medienecho hervorgerufen.

svz.de von
24. Januar 2013, 07:31 Uhr

Die Meldung unserer Zeitung vom Mittwoch über die geschnappten Dieseldiebe bei Wittenburg, die zur Pflegefamilie des entlaufenen Pflegejungen Jeremie gehören sollen, hat gestern ein bundesweites Medienecho hervorgerufen. Nach einer Folgemeldung der Deutschen Presseagentur, stiegen am Vormittag auch die Hamburger Medien groß ein. Die Polizei in Ludwigslust hatte den Fakt mit der Familie zwar nicht bestätigen wollen, der Darstellung unserer Zeitung aber auch nicht widersprochen.

Medien, wie das Hamburger Abendblatt berichteten weiter, dass Jeremie erzählt habe, er sei von Mitgliedern der Pflegefamilie auch zum Dieselklau gezwungen worden. Das wurde auch von der Bild-Zeitung sowie der Ostseezeitung in ihren Vorabberichten bestätigt.

SVZ-Recherchen ergaben, dass Mitglieder und Verwandte der Familie in den vergangenen Monaten immer wieder durch sogenannte Dieselbettelei aufgefallen waren. Bei dieser Methode werden vor allem Lkw-Fahrer mit der Legende angehalten, man sei liegengeblieben und benötige etwas Kraftstoff zum Weiterfahren. Erfahrungsgemäß wird dann der hilfsbereite Fahrer in ein Ablenkungsgespräch verwickelt, um noch mehr Diesel abzuzapfen. So ist es auch am Mittwoch auf dem Wittenburger Rastplatz gewesen. Nach vorläufigen Ermittlungen der Polizei waren an der Tat bis zu sechs Personen beteiligt. Während sich zwei mit dem Fahrer beschäftigten, pumpten die anderen aus dem zweiten Tank des Lkw mindestens 300 Liter Diesel ab. Zumindest zwei der Tatverdächtigen sollen zu der Zirkusfamilie gehören.

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