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Tankanlage mutwillig zerschnitten : Diesel ruiniert Gottesgabener Boden

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Eine Feuerschale wollte sich da jemand bauen. Eine alte Tankanlage auf einem ehemaligen LPG-Gelände im Dorf sollte das Material dafür stellen. Doch in dem Tank befand sich noch Kraftstoff, der in den Boden floss.

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2012 | 07:11 Uhr

Gottesgabe | Eine Feuerschale, so wird es in Gottesgabe gemunkelt, wollte sich da jemand bauen. Eine alte Tankanlage auf einem ehemaligen LPG-Gelände im Dorf sollte das Material dafür stellen. Doch in dem Tank befand sich noch Kraftstoff, der in den Boden floss. Das hat das Umweltamt des Landkreises auf den Plan gerufen.

"Eine seitliche Wand des Tanks wurde aufgeflext", sagt Petra Rappen, Pressesprecherin des Landkreises Nordwestmecklenburg. Dies haben Mitarbeiter des Umweltamtes vor Ort festgestellt, nachdem zuvor eine anonyme Anzeige beim Kreis eingegangen war. Dieser Anzeige waren Fotos beigelegt, die auch der SVZ vorliegen. Die Bilder zeigen den beschädigten Tank sowie das Erdreich mit Pfützen aus einem Wasser-Kraftstoff-Gemisch.

Wie viel Kraftstoff auslief, ist Behörde nicht bekannt

Wie viele Liter Diesel ausgelaufen sind, das sei, so Rappen, nicht zu sagen. "Mehrere Liter" und eine "Restmenge", so tituliert es Rappen. Doch diese Restmenge hat jetzt einigen Aufwand nach sich gezogen. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Seehof mussten eine Ölsperre legen, damit das Diesel-Wassergemisch, das auch in einen angrenzenden Graben floss, nicht in den benachbarten Schlossteich gelangt. "Zudem haben wir den Grundstückseigentümer aufgefordert, den belasteten Boden aufzunehmen und zu entsorgen", heißt es aus dem Landratsamt. Der Grundstückseigentümer wollte auf Anfrage der SVZ keine Stellungnahme zu den Vorkommnissen abgeben. Der Verursacher, so Rappen, sei ebenfalls bekannt.

Gestern waren erneut Mitarbeiter des Umweltamtes in Gottesgabe. Im Rahmen einer Ortsbegehung schauten sie sich unter anderem die Ölsperre im Schlossteich an. "Keine neuen Erkenntnisse", sagten sie.

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