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Gauner sind besonders geschäftig im Nordosten : Diebe kennen keine Grenzen

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Diebe sind dieser Tage besonders geschäftig. Pietätlos gingen Unbekannte jetzt in Neubrandenburg vor: Auf dem Neuen Friedhof in der Viertorestadt verschwanden seit Ende 2012 Edelstahlteile im Wert von knapp 8000 Euro.

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erstellt am 05.Feb.2013 | 07:25 Uhr

Neubrandenburg | Diebe sind dieser Tage besonders geschäftig im Nordosten. Pietätlos gingen Unbekannte jetzt in Neubrandenburg vor: Auf dem Neuen Friedhof in der Viertorestadt verschwanden seit Ende 2012 Edelstahlteile - darunter sogar ein kunstvolles Springbrunnen-Wasserspiel - im Wert von knapp 8000 Euro. Gestohlen wurden unter anderem Ausflussrohre, Abstellgitter für Gießkannen und Wasserhahnverkleidungen. Zudem wurde Werkzeug im Wert von 10 000 Euro entwendet, wie ein Sprecher der Friedhofsverwaltung gestern sagte. Nur weil das Wasser wegen der Winterzeit abgestellt war, habe es keine Überschwemmungen von Gräbern gegeben.

Perfide daran: Die Täter kamen verkleidet. Man vermute, dass die Diebe in Arbeitskleidung unterwegs waren und sich als falsche Monteure getarnt hätten. Vor zehn Tagen waren zudem Unbekannte in die Werkstatt eingebrochen und hatten Maschinen und Werkzeuge gestohlen. Sogar eine Auffahrrampe sei mitgenommen worden. Der Neue Friedhof ist 18 Hektar groß und bewaldet.

Das Tatmuster ist den Kriminalisten schon aus Vorpommern und vor allem von der Insel Usedom bekannt. Über drei Jahre lang waren dort auf Friedhöfen Wasseruhren und -hähne gestohlen und bei Schrotthändlern in Bargeld "umgemünzt" worden. Allein Anfang 2012 waren auf der Insel und in Wolgast 190 Wasserhähne und 35 Wasseruhren verschwunden. Dabei entstand großer Schaden, weil Wasser auslief und Gräber absackten. Im Juni war ein 46-jähriger Tatverdächtiger gefasst worden, der als Motiv Geldmangel für Medikamente angab. Er war gegen Kaution aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Doch nicht nur auf Friedhöfen treiben Unbekannte derzeit ihr Unwesen im Nordkosten. Die seit Wochen andauernde Einbruchserie bei Firmen im Nordosten ist in der Nacht zu Dienstag im Landkreis Vorpommern-Rügen fortgesetzt worden. Wie die Polizei in Stralsund mitteilte, stahlen Einbrecher in Kuhlrade bei Marlow bei einem Handwerksbetrieb hochwertiges Werkzeug, das sie sofort mit zwei firmeneigenen Transportern wegfuhren. Der Schaden wurde auf mehr als 40 000 Euro geschätzt. Zudem seien aus einer Lagerhalle einer Firma in Brünkendorf ein Industriestaubsauger und Heizöl entwendet worden.

In ein Wohnhaus stiegen Unbekannte am Montag in Lubmin ein. Wie die Polizei in Anklam am Dienstag mitteilte, wurde das Einfamilienhaus tagsüber aufgebrochen, als die Bewohner unterwegs waren. Die Einbrecher durchwühlten mehrere Zimmer und verschwanden mit Bargeld und einer Digitalkamera. Dies bemerkten die Bewohner nach ihrer Rückkehr.

Geplündert wurde auch eine Telefonzelle. Ein Monteur stellte bei Reparaturarbeiten fest, dass der Münzfernsprecher in der Zelle in Kölpinsee fehlte. Der Schaden: 2000 Euro.

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