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Serie Sommertour : Die zu den Wölfen spazieren

vom
Aus der Onlineredaktion

Wildpark Güstrow erstmals auch mit Sommerferienprogramm. Sommerserie unserer Zeitung endet

von
erstellt am 23.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Wer möchte schon nachts im Wald einem Wolf begegnen? Die Besucher, die in der Dämmerung am Tor des Wildparks in Güstrow stehen, wollen das unbedingt. Sie machen sich auf zu einem gut zweistündigen Rundgang, wenn der Park längst geschlossen ist. Dann öffnen sich die Türen exklusiv für Abenteurer, die Wölfe und Wildschweine, Hirsche und Eulen bei Nacht erleben wollen. Taschenlampenlicht erhellt die Wege. „Die Wölfe werden dann noch einmal gefüttert, die Wildschweine machen Geräusche im Dunkeln“, erzählt Mitarbeiterin Anja Wrzesinski. „Das ist eine ganz besondere Stimmung. Und man erfährt Dinge über die Tiere, die man sonst nicht zu hören bekommt.“ Allein im August finden diese Wolfswanderungen neun Mal statt. Am 26. August sowie am 23. September haben auch all jene eine Chance, dabei zu sein, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, denn dann wird eine barrierefreie Variante angeboten.

Der Wildpark in Güstrow hieß bis 2015 Natur- und Umweltpark. „Mit dem neuen Namen wird es für die Touristen klarer, was man hier erleben kann – nämlich einheimische Wildtiere“, erklärt Wrzesinski. „Ich glaube, es fasziniert die Besucher, wie viel Platz die Tiere bei uns haben. Auch wenn man dadurch die Bären oder Wölfe ein bisschen suchen muss, weil sie sich eben verstecken können.“ Viele der weitläufigen Gehege sind begehbar, so dass Rehe, Fasane oder Eichhörnchen ganz ohne störendes Gitter beobachtet werden können. Die Raubtier-WG mit Wölfen, Bären, Luchsen und Wildkatzen ist über Holzpfade und Tunnel zu entdecken, die Gäste kommen den Tieren relativ nahe. Manchmal gehen die Wölfe im Bärenbereich auf Entdeckungstour, aber wenn sie den beiden braunen Brüdern zu nahe kommen, reicht meist ein drohender Blick, um sie auf Abstand zu halten.

In diesem Jahr bietet der Wildpark erstmals besondere Veranstaltungen für Ferienkinder an. Bis Ende August steht immer montags die Tümpelsafari auf dem Programm: Die Kinder gehen mit Kescher und Lupe auf die Suche nach spannenden Geschöpfen unter Wasser. Dienstags bauen sie Insektenhotels, mittwochs basteln sie spezielles Spielzeug – nämlich für Tiere. „Das brauchen die, um wechselnde Reize zu bekommen – das haben sie ja in freier Wildbahn auch“, sagt Wrzesinski. „Und die Kinder können gleich ausprobieren, wie die Tiere darauf reagieren.“ Alle Bastel-Ergebnisse dürfen die jungen Gäste am Ende mit nach Hause nehmen. „Sie lernen etwas, aber gleichzeitig sollen sie auch viel Spaß haben. Die Eltern können ihre Kinder für etwa zwei Stunden abgeben und sich selbst eine schöne Zeit machen.“ Diese Ferienspiele sind ausschließlich online zu buchen.

Auch für die Wolfswanderung ist eine Anmeldung erforderlich. Der riesige Park selbst ist aber jeden Tag geöffnet. Dabei ist Faszinierendes nicht nur an Land, sondern auch im Wasser zu entdecken. Der Aquatunnel erlaubt einen Blick von unten in einen Fluss. Und mittags um zwölf erscheint hinter den dicken Scheiben des Natur-Aquariums ein Taucher, der das Glas putzt und die Fische füttert – sehr zur Freude der Besucher. „Unsere Biologin erklärt die Fischwelt so kurzweilig, dass wirklich jeder Zuhörer begeistert ist.“ Und nicht zuletzt sind die großen Spielplätze ein Anziehungspunkt für Familien – immer in Sichtweite der Tiere.




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