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Mecklenburg-Vorpommern

21. Oktober 2017 | 23:31 Uhr

Die Zeitung für 6000 Schüler

vom

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2012 | 07:35 Uhr

Schwerin | Kinder und Jugendliche wollen immer weniger lesen, behaupten Kulturpessimisten - und liegen völlig falsch. Denn für die neue Auflage des medienpädagogischen Projektes "Zeitung in der Schule" ("Zisch") haben sich für diesen Herbst mehr als 300 Schulklassen angemeldet. "Mehr geht kaum noch", sagt Anke Gräfe, Vertriebschefin im medienhaus:nord, das "Zisch" für seine Zeitungstitel Schweriner Volkszeitung, Norddeutsche Neueste Nachrichten, Der Prignitzer und die dazugehörigen Online-Ausgaben veranstaltet. 6000 Kinder und Jugendliche werden sich drei Monate lang mit der Zeitung beschäftigen - sie bekommen jeder täglich ein druckfrisches Exemplar und einen Zugang zur Internet-Ausgabe.

Gestern trafen sich Lehrer, Zeitungsmacher, Medienpädagogen und die Vertreter der Aktionspartner in Schwerin, um sich auf den Start des Projektes am 29. Oktober vorzubereiten. Die Aktionspartner haben für die Kinder und Jugendlichen verschiedene Informations- und Veranstaltungsangebote zusammengestellt. "Wir sind bei Zisch überzeugte Wiederholungstäter", betonte Maria Lehmann von der Deutschen Vermögensberatung. Nicht um Werbung gehe es der DVAG, sondern "darum, den Jugendlichen ein bisschen Wissen weiterzugeben: Was zum Beispiel bedeutet es, wenn man sich mit seiner Handy rechnung verschuldet? Und was ist eigentlich die Eurokrise? Auch zum Thema Berufsberatung sind wir Ansprechpartner."

Die DVAG unterstützt "Zisch" ebenso wie Edeka im gesamten Verbreitungsgebiet des medienhauses:nord, in Parchim und Lübz sind die jeweiligen Stadtwerke dabei, in der Prignitz die Volks- und Raiffeisenbank eG, in Rostock ebenfalls die Stadtwerke. Außerdem ist die AOK Nordost wieder dabei - im gesamten Verbreitungsgebiet. "Uns geht es um das Thema Gesundheit", sagt Michael Bögner von der Gesundheitskasse. Natürlich stehe das bei jungen Leuten nicht ganz oben auf der Prioritätenliste, "aber wir wollen das auch ohne erhobenen Zeigefinger rüberbringen". Zum Beispiel über eine Kooperation mit Hansa Rostock oder mit diversen Olympia-Teilnehmern, die zu Besuch in die Schulen kommen.

"Ein besonderer Dank gilt den Lehrern, die jungen Menschen über das ,Zisch-Projekt zeigen, dass Zeitungslektüre nicht nur Spaß bringen kann, sondern die Urteilsfähigkeit stärkt", sagte der Sprecher der Chefredakteure unserer Zeitungsgruppe, Stephan Richter. Auch im Zeitalter des Smartphones bleibe Lesen eine Schlüsselkompetenz.

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