Till Backhaus eröffnet die Bio-Brotbox-Aktion 2012 : Die Wurst bleibt draußen

Guten Appetit: Schüler der Grundschule 'An den Weiden' in Rostock schauen sich  den Inhalt ihrer neuen Bio-Brotbox an.dpa
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Guten Appetit: Schüler der Grundschule "An den Weiden" in Rostock schauen sich den Inhalt ihrer neuen Bio-Brotbox an.dpa

Nach Jahren Pause hat Agrarminister Till Backhaus (SPD) gestern erstmals wieder Bio-Brotboxen an Erstklässler in MV verteilt. Im Jahr 2009 sorgte die Aktion noch für viel Aufregung. Schuld waren unappetitliche Würstchen.

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12. September 2012, 08:00 Uhr

Rostock | Nach Jahren Pause hat Agrarminister Till Backhaus (SPD) gestern erstmals wieder Bio-Brotboxen an Erstklässler in Mecklenburg-Vorpommern verteilt. Mit dem gesunden Frühstück in der Grundschule "An den Weiden" in Rostock-Toitenwinkel eröffnete Backhaus die Bio-Brotbox-Aktion 2012.

Rund 2300 der 12 900 Abc-Schützen im Land bekommen eine Brotdose mit Apfel, abgepackten Rosinen und Teebeutel darin. Auch eine Broschüre mit Informationen für die Eltern sowie Mal- und Ratespielen für die Kinder liegt bei. Auf verderbliche Waren wird diesmal verzichtet. Neu ist auch, dass die Brotboxen nicht mehr zentral, sondern in den Regionen gepackt werden. Damit soll Frische garantiert werden. Für ein gemeinsames Frühstück bekommen die an der Aktion beteiligten Klassen in gut 40 Schulen in Rostock, Schwerin und Stralsund zudem separat Öko-Zutaten geliefert. Dazu gehören Milch, Butter, Fruchtaufstrich, Tomaten und frische Brötchen.

Die Bio-Brotbox-Aktion macht auf den Wert eines gesunden Frühstücks und Pausensnacks aufmerksam und soll die Schüler für ökologische und regionale Belange sensibilisieren, wie Minister Backhaus betonte. Die Schulen wurden vom Bio-Brotbox-Team angeschrieben und konnten selbst entscheiden, ob sie mitmachen wollten. Bundesweit gibt es dem Ministerium zufolge rund 65 Bio-Brotbox-Initiativen. Insgesamt würden in diesem Jahr 175 000 Brotboxen an ein Viertel aller Erstklässler in Deutschland verteilt.

Im Jahr 2009 sorgte die Bio-Brotbox-Aktion noch für viel Aufregung. Als die ersten Boxen mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln von den Kindern geöffnet wurden, tauchten in einigen unappetitliche Würstchen auf. Verdorben seien die Mini-Salamis nicht gewesen, teilte damals das Verbraucherministerium in Schwerin mit. Doch in der feuchten Umgebung und in der Wärme der Box war Salz austreten, und es hatten sich Hefe- beziehungsweise gutartige Schimmelpilze gebildet. Das Resultat: Die Schüler liefen zwar nicht Gefahr, dass ihnen übel geworden wäre, aber ziemlich eklige Würstchen in die Hand nehmen zu müssen.

Das wollte Verbraucherminister Till Backhaus (SPD) niemandem zumuten, und er rief die Boxen zurück.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

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