CDU-Landesparteitag : „Die Welt schaut auf Kühlungsborn“

Im Morada Resort (Bildmitte) in Kühlungsborn hält Angela Merkel am Sonnabend ihre mit Spannung erwartete Rede.
Im Morada Resort (Bildmitte) in Kühlungsborn hält Angela Merkel am Sonnabend ihre mit Spannung erwartete Rede.

Mehr als 90 Journalisten sind für den CDU-Landesparteitag akkreditiert. Merkels erster großer Auftritt nach dem Scheitern der Sondierung.

23-11368462_23-66108196_1416392793.JPG von
24. November 2017, 12:00 Uhr

Wohl noch nie war das Medieninteresse an einem CDU-Landesparteitag in Mecklenburg-Vorpommern so groß. Bis gestern Vormittag hätten sich bereits „90 Journalisten aus aller Herren Länder“ für das Delegiertentreffen am Sonnabend in Kühlungsborn akkreditiert, sagte CDU-Landesvorsitzender Vincent Kokert gegenüber unserer Redaktion. Aus Sorge wegen der begrenzten räumlichen Kapazitäten am Tagungsort macht inzwischen das Wort „Obergrenze“ im Bezug auf zugelassene Journalisten die Runde. Parteichef Kokert erklärte dagegen stolz: „Die Welt schaut auf Kühlungsborn.“

Grund für das große öffentliche Interesse ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die ihrem Landesverband ihr Kommen zugesagt hat. Etwa eine Stunde wird sie wohl zu den etwa 120 Delegierten reden. Es ist ihr erster großer Auftritt nach dem Ende der wochenlangen Sondierungsgespräche mit Grünen und Liberalen. In ihrer Rede wird Angela Merkel auch auf die Gründe des Scheiterns, künftige Optionen und Ziele der Union eingehen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

 

Neuwahlen sind für Landeschef Kokert keine erstrebenswerte Variante. „Was, wenn das Wahlergebnis dann wieder das gleiche ist?“, fragte er. Die Parteien sollten aus seiner Sicht zu einer Einigung finden. Käme es allerdings zu keiner Regierungsbildung, sei die CDU in Mecklenburg-Vorpommern für Neuwahlen gut aufgestellt. Alle sechs Direktmandate für den Bundestag im Land gingen im September an die Union. Die anderen Parteien konnten ihre Mandatsträger nur über ihre Landeslisten nach Berlin schicken.

Der CDU-Landesvorsitzende zeigte sich überzeugt davon, dass Angela Merkel die Partei auch bei Neuwahlen anführen wird: „Wer sonst steht so für Stabilität und strahlt Ruhe aus auch in schwierigen Zeiten.“

Auf dem Parteitag in Kühlungsborn will der Landesverband den Startschuss für die Erarbeitung eines Grundsatzprogramms geben. Der Haupttagesordnungspunkt lautet „Das Fundament unseres Handelns – Zukunft für Mecklenburg-Vorpommern“.

Nach der personellen Erneuerung an der Parteispitze mit dem Führungswechsel im Frühjahr von Lorenz Caffier auf den 39-jährigen Vincent Kokert sollen auch inhaltlich neue Akzente gesetzt werden. „Wir müssen deutlicher als bisher sagen, wofür die CDU im Land in unserer Zeit steht“, erklärte der Vorsitzende des 5200 Mitglieder starken Landesverbandes.

Eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft für die Landespolitik sei die Digitalisierung und ihre Folgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen