Kein Wahl-O-Mat : Die Wahl im Netz

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Landtagswahl in MV dieses Jahr ohne Wahl-O-Mat

svz.de von
13. Juni 2016, 08:00 Uhr

Die Vermittlung wichtiger Informationen zur Landtagswahl im September über das soziale Netzwerk Facebook macht sich offenbar bezahlt. Knapp 600 Nutzer machten in den ersten beiden Wochen seit dem Start ihr Gefällt-mir-Häkchen und leiteten die Seite auch an Freunde weiter. Bislang seien auf diese Weise rund 28 000 Nutzer erreicht worden, sagte ein Sprecher der Landeszentrale für politische Bildung. Ende Mai hatte sie das Internet-Wahlportal www.wahlen-mv.de frei geschaltet und bietet seither auch Kurzformen unter www.facebook.com/WahlenMV sowie twitter.com/WahlenMV an.

Im Internet finden Interessierte Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Wahl am 4. September. Es gibt Informationen zur Entwicklung der Wahlbeteiligung, die 2011 mit 51,5 Prozent ihren bisherigen Tiefpunkt erreicht hatte, oder zu den derzeit regierenden Koalitionen. Der Direktor der Landeszentrale, Jochen Schmidt, äußerte die Hoffnung, dass das Wahlportal nicht nur bei der Orientierung hilft, sondern auch zur Teilnahme an der Wahl motivieren könnte.

Einer ersten technischen Erhebung zufolge kommen 59 Prozent der Nutzer über soziale Medien auf die Seite der Landeszentrale. Fast die Hälfte von ihnen nutzt Smart-phones. Mehr als 1500 Leser, vorrangig aus Schwerin, Rostock und Berlin, riefen Informationen ab. Am stärksten ist die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen mit knapp 31 Prozent vertreten, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit 24 Prozent. Junge Leute im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und damit vorrangig Erstwähler sind laut Statistik allerdings nur mit 13 Prozent vertreten.

Anders als bei vorhergehenden Landtagswahlen bietet die Wahlplattform keinen „Wahl-O-Mat“. Mit dessen Hilfe können Wähler etwa vor den Wahlen eigene politische Einstellungen und Parteienpräferenzen abgleichen. Dem Vernehmen nach hatten die Regierungsparteien SPD und CDU kein Interesse daran, sich zu beteiligen. „Unter jungen Menschen vermuten sie wohl nicht besonders viele Sympathisanten. Da lassen die Verantwortlichen lieber Fähnchen drucken, statt auf Fragen exakt formulierte Antworten zu geben“, bemerkte Dennis Klüver, Spitzenkandidat der Piratenpartei.

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