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In Brandenburg und MV ist Emma an der Spitze : Die Top-Namen bleiben ganz kurz

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Emma und Finn sind bei jungen Eltern in MV die beliebtesten Vornamen für ihre Sprösslinge. Damit hebt sich der Nordosten im Jahr 2012 bei der Namenswahl vom Bundestrend ab, bei dem Mia und Ben die Spitzenreiter sind.

svz.de von
erstellt am 28.Dez.2012 | 06:51 Uhr

Hamburg | Mia und Ben bleiben die Lieblings-Babynamen deutscher Eltern: 2012 stehen die beiden kurzen Vornamen, die in vielen Fremdsprachen gut verständlich sind, wieder auf Platz eins in Deutschland. Während Ben zum zweiten Mal Spitzenreiter ist, behauptet sich Mia schon im vierten Jahr in Folge. "Und zwar mit so großem Abstand, dass sie höchstwahrscheinlich auch im nächsten Jahr wieder der beliebteste Mädchen-Vorname wird", sagt Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld. Wenn Emma ihr nicht einen Strich durch die Rechnung macht: "Emma ist eindeutig im Aufwärtstrend - vielleicht danach die Nummer eins." Abgesackt dagegen ist Leon, der Favorit von 2007 bis 2010.

In zehn Bundesländern regiert Mia, im vergangenen Jahr waren es allerdings noch 14. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist Emma an die Spitze geklettert, Eltern in Sachsen, Thüringen und Bremen bevorzugen Hannah/Hanna und in Bayern liebt man Anna. Im Freistaat nennen Mütter und Väter ihre Neugeborenen seit längerem schon am liebsten Anna oder Maximilian (beide in Schleswig-Holstein ohne Chance auf die Top Ten), Mia landet dort 2012 nur auf Platz sechs, Ben schafft es nicht mal unter die ersten Zehn. Bei den Jungs gibt es ohnehin mehr Abwechslung. Ben liegt gerade mal in fünf Bundesländern an der Spitze, neben Maximilian sind vor allem Luca/Luka und Paul sowie Jonas, Tom und Finn/Fynn Konkurrenten.

Weil es keine amtliche deutsche Vornamenstatistik gibt - auch die Zusammenfassung der Gesellschaft für deutsche Sprache beruht auf Stichproben, wertet jedoch Erst- und Zweitnamen zusammen aus - , ermittelt Bielefeld regelmäßig die häufigsten Babynamen. Bielefelds Ergebnisse basieren auf 165 979 Geburtsmeldungen. Das seien etwa 25 Prozent aller in Deutschland geborenen Babys, berichtete er. Auf 430 Quellen - vor allem Geburtskliniken, aber auch Standesämter - stützt sich sein Ranking. "Namen kommen neu auf, werden nach und nach von der breiten Masse der Bevölkerung aufgegriffen und ein paar Jahre später, wenn die Leute der Namen überdrüssig sind, versinken sie wieder in der Bedeutungslosigkeit." So erging es schon Gertrud, die vor hundert Jahren ein Dauerbrenner war. 2012 registrierte Bielefeld den Namen nicht ein einziges Mal.

Thomas, der beliebteste Jungenname von 1962, rangiert heute auf Platz 171. Dabei ist er noch beliebter als Kevin. Der Sieger von 1991, inzwischen auf Rang 174, erleidet das gleiche Schicksal wie etwa Justin und Chantal - für sie geht es stetig abwärts.

"Viele Eltern nehmen Namen, die gängig sind", sagte Bielefeld. Rund 16 Prozent der Babys bekamen 2012 Top-Ten-Namen.

"Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es dabei weniger Unterschiede als zwischen Nord und Süd." Bis auf Oskar - den mochten 2012 besonders Eltern im Osten. Ob sie das alte DDR-Kinderbuch "Gestatten - Oskar" oder der Hollywood-Oscar dazu inspirierte?

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