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165. Ausstellung auf Schloss Wiligrad : Die Stadt als Muse für Kreativität

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Klaus-Joachim Albert konnte viele der 18 ausstellenden Künstler bei der Eröffnung der Exposition "Das Stadtbild" begrüßen. Albert gab auch eine Antwort auf die Frage, wie man eine solche Ausstellung zusammen bekommt.

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erstellt am 05.Mär.2012 | 12:07 Uhr

Wiligrad | "Das Stadtbild" ist der Titel der 165. Ausstellung des Kunstvereins Wiligrad. Klaus-Joachim Albert, Vorstandsvorsitzender des Vereins, konnte am Sonnabend viele der 18 ausstellenden Künstler bei der Eröffnung der Exposition begrüßen. Albert gab auch eine interessante Antwort auf die Frage, wie man eine solche Ausstellung zusammen bekommt: "Dazu waren elf Reisetage mit 2570 Kilometern Fahrten und 40 Stunden Aufbauarbeit notwendig", sagte er. Zugleich dankte er den Helfern, die ihn in den letzten Tagen unterstützt hatten.

Einführende Worte sprach die Kunstwissenschaftlerin Dr. Hela Baudis. Ausführlich widmete sie sich jedem einzelnen Künstler und hob die Faszination ihrer Arbeiten hervor, die sich mit der Stadt als Ort der Geburt, als Ziel mancher Reise oder als Stätte am Ende des Lebens verbinden. Die Stadt war seit ihrer Entstehung ein Kulminationspunkt für verschiedene Kulturen, Religionen, Stile und neuen Ideen. Es scheint daher nicht verwunderlich, dass gerade Künstler die Nähe der Stadt suchten und sie nicht selten zum Mittelpunkt ihres eigenen künstlerischen Schaffens machten: die Stadt als Muse des kreativen Prozesses, als Gebilde architektonischer Strukturen und Visionen, die einen klaren Kontrapunkt zum klassischen Landschaftsbild darstellt. In Hinblick dieser kunsthistorischen Bedeutung nimmt sich diese Ausstellung dem Stadtbild an, getragen durch zahlreiche Impressionen aus Berlin, Halle, Leipzig, Cottbus und Mecklenburg-Vorpommern. Es wird dabei eine Brücke zwischen reellen Abbilden und visionären, imaginären Ideen geschaffen, stets als ein Kontrapunkt zum klassischen Landschaftbild.

Der Steinbildhauer Klaus Müller-Klug lobte, dass diese Ausstellung in der Zusammenstellung der Kunstwerke auch neue Blickwinkel ermöglicht. Da sind Skulpturen, die den Blick in die Weite erlauben, da wandert der Blick vom geschliffenen Marmorblock zum Ölgemälde, vom bearbeiteten Stein zur gestalteten Realität.

Musikalisch wurde die Eröffnungsveranstaltung, zu der etwa 100 Kunstinteressierte gekommen waren, durch Dirk Hammerich am Klavier. Der als klassischer Pianist bekannte Musiker wartete dieses Mal mit Jazz-Variationen auf. Als besonderes Bonbon präsentierte er Improvisitionen aus besonderen Noten wie ADAC oder FDGB.

In der Ausstellung sind Grafiken und Malereien von Otto Möhwald, Günter Rechn, Dieter Zimmermann, Michael Kunert, Konrad Knebel, Steffi Deparade-Becker, Uwe Pfeifer, Manfred Butzmann, Ursula Strozynski und Britta Matthies zu sehen. Die Skulpturen schufen Solveig K. Bolduan, Klaus Müller-Klug, Klaus-J. Albert, Winni Schaak, Klaus Hack und Georg Seibert. Von Rainer Ahrendt und Ulrich Wüst sind Fotografien zu sehen. Geöffnet ist bis zum 15. April von Dienstag bis Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.


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