Greifswalder Formel-1-Sieg : Die Schumis von der Küste

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Team aus Greifswald und den USA wird Formel-1-Schülerweltmeister. Wagen selbst konstruiert und gebaut

svz.de von
17. September 2015, 21:00 Uhr

Ein Schülerteam aus Greifswald und den USA hat den schnellsten Formel-1-Boliden gebaut und sich damit den Weltmeistertitel im Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ in Singapur gesichert. Ihr selbst konstruierter und mit einer Gaspatrone angetriebener Modellwagen sauste am Mittwoch in einer Weltrekordzeit von 0,959 Sekunden über die 20 Meter lange Teststrecke, wie die Nordmetall-Stiftung gestern mitteilte. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 75 km/h. Damit setzten sich die sechs Greifswalder und die fünf Schüler aus Massachusetts gegen 47 Teams aus 23 Ländern durch. Erstmals habe ein Gemeinschaftsteam mit Schülern aus verschiedenen Ländern die Weltmeisterschaft gewinnen können. „Wir hätten uns das nie erträumen lassen, dass wir jemals Weltmeister werden. Es ist ein überwältigendes, überragendes Gefühl“, sagte der 16-jährige Malte Langosch vom Greifswalder Team.

Als Team „Pursue“ hatten die Schüler des Greifswalder Humboldt-Gymnasiums im Februar die Landesmeisterschaft des  „Nordmetall Cup“ gewonnen und sich bei der Deutschen Meisterschaft mit einem vierten Platz für die WM qualifiziert. Bedingung sei aber gewesen, dass sie dazu mit einem US-amerikanischen Schülerteam kooperieren. Unter dem Namen „Union Racing International“ traten sie dann gemeinsam zur WM an, wie ein Sprecher der Stiftung weiter sagte.

Seit Mai hatten die 15- bis 18-jährigen Jugendlichen über das Internet kommuniziert und ein 21 Zentimeter langes Formel-1-Auto am Computer konstruiert, das dann später aus einem Holzblock gefräst wurde. Persönlich traf sich das binationale Team erstmals zur WM in Singapur. Dort überzeugten sie nicht nur mit dem schnellsten Wagen, sondern auch mit der Gesamtpräsentation und dem Marketingkonzept. „Das ist eine wirklich fabelhafte Leistung, die die technikbegeisterten Schüler hier vollbracht haben“, sagte Peter Golinski von der Stiftung Nordmetall, die den Wettbewerb unterstützt hatte. Die Jungingenieure hätten über Kontinente hinweg zusammengearbeitet, Sprachen und Kulturen vereint. Dabei seien ihnen gemeinsame Innovationen gelungen.

Ach ein zweites Team mit norddeutscher Beteiligung war in Singapur erfolgreich: Schüler vom Hamburger Gymnasium Grootmoor gewannen zusammen mit Schülern aus Irland einen Sonderpreis für die beste Team-Identität.

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