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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 14:31 Uhr

Lübz : Die neue Krankenkarte ist da

vom

Gegen Ende des ersten Jahresquartals bekommen alle Versicherten ihre neuen Krankenkassenkarte zugeschickt. Genauer gesagt die elektronische Gesundheitskarte. Doch was ändert sich konkret mit neuer Karte in der Brieftasche?

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2012 | 12:23 Uhr

Lübz | Dürten Paarmann hat, worauf viele in der Region noch etwas warten müssen: die neue Krankenkassenkarte. Genauer gesagt die elektronische Gesundheitskarte - denn so heißt das Plastikkärtchen offiziell. Dass sie schon jetzt ihre Versichertenkarte in den Händen hält, hat sie ihrem Beruf zu verdanken. Paarmann ist Vertriebskoordinatorin in der Lübzer AOK-Geschäftsstelle. "Noch haben unsere rund 8000 Versicherten in Lübz und Umgebung keine neuen Karten bekommen", sagt Paarmann. Die Mitarbeiter der Krankenkasse hingegen schon. So können diese schon einmal den Umgang mit der Neuerung proben. Bei vielen Sprechstundenhilfen führt das gelegentlich noch zu leichter Verwirrung. "Gerade heute morgen war ich beim Zahnarzt, da waren sie überrascht", sagt Paarmann und lacht. Aber aller Überraschung zum Trotz: Die Technik habe bisher immer reibungsfrei funktioniert.

Davon sollen sich bald auch die restlichen Versicherten überzeugen können. Gegen Ende des ersten Jahresquartals bekommen sie ihre neuen Karten zugeschickt. Bis Ende des Jahres sollen bundesweit alle Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung ihre Karten erhalten haben. Rund sieben Millionen Versicherte deutschlandweit haben ihr Kärtchen bereits bis Ende vergangenen Jahres zugeschickt bekommen. Das entspricht etwa zehn Prozent aller Kassenpatienten.

Kaum Änderungen für Versicherte

Doch was ändert sich eigentlich konkret mit neuer Karte in der Brieftasche? "Eigentlich ändert sich für unsere Kunden nur wenig", sagt Paarmann. In erster Linie ist es die neue Optik, an die sich die Versicherten gewöhnen müssen. Denn auf den neuen Karten prangt ein Porträt des jeweiligen Versicherten. Dadurch sollen die Karten besser gegen Missbrauch geschützt werden. Kinder und Jugendliche im Alter von unter 15 Jahren brauchen hingegen noch kein Passbild. Zu schnell ändern sich in diesem Alter noch die Gesichtszüge.

Die restlichen Neuerungen sind in erster Linie technischer Natur. Auf dem Kartenchip sind Daten wie Versicherungsnummer oder Geschlecht gespeichert. Vorerst sind nur diese Eckdaten verpflichtend. Doch schon in naher Zukunft sollen weitere Daten hinzukommen. Denn genau das ist ein Hauptanliegen der neuen Karte. Daten über Impfungen, Arztbesuche, Untersuchungen oder Patientenverfügungen sollen zum einen mehr Service für den Versicherten bieten, zum anderen Kosten im Gesundheitssystem einsparen. Doppeluntersuchungen etwa sollen vermieden werden.

Bevor die Karte zugestellt wird, bekommen die Versicherten einen Brief, in dem sie aufgefordert werden, ein Formular auszufüllen und ein Passbild einzusenden. "Es ist auch möglich, ein Bild im Internet hochzuladen, das ist unkomplizierter", sagt Dürten Paarmann. Erst nachdem die Versicherten dieses Schreiben zurückgeschickt oder online ein Bild hochgeladen haben, gibt es einige Zeit später die neue Karte.

Neue Karte macht alte überflüssig

In der Übergangsphase bleiben vorerst beide Karten gültig. Wer eine neue Karte hat, der kann seine alte entweder selbst vernichten oder an seine Krankenkasse zurücksenden. "Wer seine neue Karte hat, braucht die alte nicht mehr", sagt Dürten Paarmann. Sie hat bisher nur gute Erfahrungen mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte gemacht. Tausende Versicherte in der Region hoffen, dass der Wechsel bei ihnen genauso reibungslos funktioniert.


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