Glücksatlas 2018 : Die Menschen in MV sind glücklicher geworden

Die Deutsche Post hat den 'Glücksatlas 2018' vorgestellt.

Die Deutsche Post hat den "Glücksatlas 2018" vorgestellt.

Was ist Glück? Der Glücksatlas versucht mit einer Vielzahl von Abfragen herauszufinden, wie glücklich die Deutschen sind. Nun wurde die aktuellste Ausgabe vorgestellt. Der Nordosten verbessert sich leicht.

svz.de von
11. Oktober 2018, 12:07 Uhr

Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind dem „Glücksatlas 2018“ zufolge erneut etwas glücklicher geworden - allerdings auf weiterhin niedrigem Niveau. Das Land verbesserte sich in der Erhebung von Platz 17 im Vorjahr auf Position 15, teilte die Deutsche Post als Auftraggeberin für den Atlas am Donnerstag in Hamburg mit. Der Wert für das Lebensglück sei um 0,07 Punkte auf 6,96 gestiegen. Der gesamtdeutsche Durchschnittswert beträgt demnach 7,05.

Für den „Glücksatlas“ wertete Professor Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg Daten des Umfrageinstituts IfD Allensbach und des Sozio-oekonomischen Panels aus, das seit 1984 die Lebenszufriedenheit der Deutschen erhebt.

Die Zufriedenheit in den Bereichen Wohnung und Freizeit, Gesundheit und Haushaltseinkommen ist in MV jedoch weiterhin unterdurchschnittlich. Lediglich im Bereich Arbeit sind die Mecklenburger und Vorpommern zufriedener als im deutschen Mittel. Als Grund dafür wertete Raffelhüschen erneut die im Nordosten deutlich niedrigere Quote von Leiharbeitsverhältnissen. Andererseits sei das verfügbare Jahreseinkommen mit 18 299 Euro nirgendwo so niedrig wie zwischen Ostsee und Seenplatte (Durchschnitt: 21 919 Euro). Auch die Arbeitslosenquote (8,6 Prozent) ist nur in Berlin noch höher.

Wie im Vorjahr führen die Forscher die niedrige Zufriedenheit im Bereich Gesundheit auf die deutschlandweit höchste Pflegequote im Nordosten zurück. Mit 49,1 zu Pflegenden auf 1000 Einwohner müssen hierzulande fast 15 Menschen mehr gepflegt werden als im Bundesdurchschnitt. Positiv fallen dagegen niedrigere Mieten und eine hohe Attraktivität, abzulesen an den vielen Übernachtungen im Land, ins Gewicht.

Für die Erhebung teilten die Autoren Deutschland in 19 Regionen ein.

Auf den Plätzen eins und zwei liegen demnach wie im Vorjahr Schleswig-Holstein (7,44) und Hamburg (7,36), gefolgt von Hessen (7,27). Unter den den ostdeutschen Regionen sind der Erhebung zufolge die Thüringer die glücklichsten mit 7,03 Punkten. Direkt darauf folgt der Nordosten. Sachsen-Anhalt und Brandenburg bilden mit 6,88 und 6,84 Punkten die Schlusslichter.

Allerdings: Die zugrundliegenden Daten sind den Angaben zufolge nicht ganz so aktuell wie der Titel des Atlasses vermuten lässt. Während die allgemeine Lebenszufriedenheit aus Erhebungen der Jahre 2014 bis 2018 errechnet wurde, stammen die Daten für die einzelnen Lebensbereiche aus 2014 bis 2016.

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