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Mecklenburg-Vorpommern

21. September 2017 | 10:44 Uhr

Die letzte Woche Ruhe vor dem Klassik-Sturm

vom

Genau eine Woche noch - dann beginnen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Das landesweite Klassik-Festival hat in seiner 24. Saison 115 Konzerte auf dem Programm. Den Auftakt macht das NDR-Sinfonieorchester.

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erstellt am 07.Jun.2013 | 07:43 Uhr

Schwerin | Genau eine Woche noch - dann beginnen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Das landesweite Klassik-Festival hat in seiner 24. Saison 115 Konzerte auf dem Programm. Den Auftakt macht am 15. Juni in Neubrandenburg das NDR-Sinfonieorchester unter Anreas Orzoco-Estrada mit Percussionist Martin Grubinger.

Mit dem bisherigen Kartenabsatz sind die Festspiele zufrieden. "Es sind bereits 75 Prozent aller Karten verkauft", sagt Intendant Matthias von Hülsen, der nach dieser Saison den Stab an Markus Fein übergibt.

26 Konzerte bestreitet der österreichische Klarinettist Matthias Schorn, der in diesem Jahr "Preisträger in Residence" und damit einer der prägenden musikalischen Köpfe des Programms ist. Unter anderem, indem der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker auch ein erklärter Fan der echten Volksmusik ist und diese mit der Reihe "Schorny spielt auf" mit nach MV bringt. "Echte Volksmusik, nicht die verkitschte Schlagerparade aus dem Fernsehen", wie Matthias von Hülsen betont.

Durch die hohe Vorverkaufsquote sind einige Konzerte bereits ausgebucht - etwa das "Baustellen-Konzert" der Kapelle "Fanfara Kalshnikov" im ehemaligen Offizierscasino in Schwerin. Und auch für das Gastspiel der Wiener Philharmoniker im September in Redefin gingen die Tickets ruck-zuck weg - obwohl sie weit teurer waren als bei den Festspielen üblich. Aber, sagt Matthias von Hülsen: "Wenn so lange im Voraus gebucht wird, geben einige Leute die Karten dann doch zurück." Es könne sich also lohnen, auf der Warteliste zu stehen.

Ganz regulär noch zu haben sind überraschenderweise Tickets für diverse musikalische Hochkaräter. Erstes Beispiel: Ex-Residenzpreisträger und Cellist Li-Wei Qin, der am 16. Juni in der Wismarer Heiligen-Geist-Kirche spielt - mit Matthias Schorn als Dirigent. Zweites Beispiel: Pianist Jonathan Gilad beim Open Air auf Schloss Hasenwinkel am 19. Juli. Und drittens: Star-Geiger Daniel Hope, der seine letzte Saison als Künstlerischer Direktor der Festspiele MV absolviert, ist mit seinem Lincoln-Center-Projekt am 1. September in der Schweriner Schelfkirche ausverkauft - aber für Hopes Carnegie-Hall-Projekt am 20. Juni in der Schelfkirche gibt es noch reichlich Karten. Gleich einen Tag später spielt außerdem die gleiche Besetzung - Hope sowie unter anderem Cellistin Josephine Knight und Pianist Jonathan Gilad - das gleiche Programm in der St.-Georgen-Kirche in Parchim. "Es ist eines dieser hintersinnigen Programme, die Daniel gerne zusammenstellt", sagt Matthias von Hülsen. Er meint damit, dass Hope unter anderem ein Duo für Violine und Orchester des von den Nazis ermordeten Komponisten Erwin Schulhoff spielt- und danach Nico Muhlys Musik aus dem Kinofilm "Der Vorleser", in dem es um die Liebe zwischen einem Teenager und einer ehemaligen KZ-Aufseherin geht.

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