Hubertustag am 3. November : Die Jagd beginnt

Bei der Jagd dürfen auch die Jagdhornbläser nicht fehlen.
Bei der Jagd dürfen auch die Jagdhornbläser nicht fehlen.

Herbst ist die Zeit der Gesellschaftsjagden - Jagdhornbläser dürfen nicht fehlen

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02. November 2015, 12:00 Uhr

Der Heilige Hubertus von Lüttich gilt als ein Schutzpatron der Jagd. Deshalb beginnt um den Hubertustag am 3. November traditionell die Zeit der Gesellschafts- oder Treibjagden auf Wildschweine, Rehe und Hirsche.

Die Treibjagden bieten Gelegenheit, alte Bräuche zu pflegen, wie Michael Kuhn, Obmann für jagdliches Brauchtum beim Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern, sagte. „So fehlt in der Regel bei keiner Treibjagd das Jagdhornblasen“, erläuterte der Jäger aus Neuhof am Schaalsee. 60 Gruppen mit jeweils etwa zehn Bläsern gebe es im Land. Ihre Aufgabe ist es, vor der Jagd zur Sammlung der Jäger sowie zur Begrüßung und zum Aufbruch zur Jagd zu blasen. Zudem würden die Bläser auch im Handyzeitalter Leitsignale für die Treiber geben oder die Jagdteilnehmer durch Notsignale um Hilfe rufen. Ebenso würden Signale zum Ende der Jagd und zum Wildablegen geblasen. „Jede Wildart hat ihr eigenes Signal“, erklärte Kuhn. Besonders beliebt zum Abschluss aber sei das Signal zum Essen. Die rund 600 Jagdhornbläser im Land seien laut Obmann nicht alle Jäger. Er selbst bilde seit September an der Ganztagsschule Zarrentin im Landkreis Ludwigslust-Parchim vier zwölf- und 13-jährige Schüler im Jagdhornblasen aus. In den gerade zu Ende gegangenen Herbstferien organisierte der Landesjagdverband Jagdhorn-Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Dabei vermittelten Profis wie der Solohornist der Mecklenburgischen Staatskapelle, Christoph Moinian oder der Lübecker Hornist Michael Mull auch Kenntnisse der konzertanten Jagdmusik, berichtete Kuhn.

Zum Brauchtum zählt der Verbands-Obmann auch die Pflege der Umgangssprache der Jäger, die nachhaltige Jagd, die Hege von Wild und die Ehrerbietung gegenüber dem erlegten Wild. Die Tiere werden „zur Strecke“ auf Nadelzweige gelegt, die männlichen Tiere bekämen als „letzten Bissen“ einen Zweig in das Maul gesteckt. Auf den Einschuss werde ebenfalls ein Zweig gelegt, den sich der Schütze später an die linke Seite des Hutes stecke.

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