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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 14:20 Uhr

100 Top-Firmen in MV : Die Geschäfte brummen

vom
Aus der Onlineredaktion

Gruppe der Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz in MV so groß wie nie zuvor. Mehr Personal

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 20:45 Uhr

Die Wirtschaft in MV ist gut bei Kasse: Jedes zweite Großunternehmen erwartet bessergehende Geschäfte. In diesem Jahr wird in den Firmen ein Wachstum von bis zu vier Prozent erwartet, geht aus dem am Mittwoch von der Norddeutschen Landesbank (NordLB) vorgestellten Ranking der 100 Top-Firmen des Landes hervor. 2018 werde das Wachstum „eher noch zunehmen“, erwartet NordLB-Chefvolkswirt Torsten Windels. Die Top-10 der Firmen im Land erreichten bereits 2016 traumhafte Zuwachsraten – 15 Prozent mehr Umsatz im Vergleich zu 2015. Im vergangenen Jahr sind weitere Firmen in die Gruppe der Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro aufgestiegen, geht aus der Analyse hervor. Insgesamt zählten nun 72 Firmen dazu – fünf mehr als 2015 und soviel wie nie zuvor. „Wir robben uns an die 100 heran“, meinte Windels. Umsatzstärkstes Unternehmen war 2016 wie schon 2015 der Windanlagenbauer Nordex. 3,395 Milliarden Euro holten die Rostocker in die Kasse – gefolgt vom Handelsunternehmen Netto mit 1,2 Milliarden Euro, der Energieunion Schwerin mit 683 Millionen und dem Regionalversorger Wemag mit 624 Millionen Euro.

>> Die Liste der größetn Unternhemen zum Nachlesen

Die guten Geschäfte sorgen indes für zusätzliche Einstellungen in den Großfirmen: Zwar beschäftigten die Top 100 der Firmen in MV mit insgesamt 86 160 Mitarbeiter vier Prozent weniger Personal. Ein statistischer Effekt: Namhafte Firmen wie die Telekom, die Deutsche Seereederei oder der Dienstleister Arvato hatten sich nicht mehr an der Umfrage beteiligt. In den 91 der 100 Firmen, die bereits im vergangenen Jahr gelistet waren, wuchs die Zahl der Mitarbeiter hingegen um elf Prozent.

Erstmals in der Liste der größten Firmen in MV: u. a. die MV Werften, die Nordkurier Mediengruppe, der Autovermieter Sixt, die Kaffee- und Kinderkostwerke Nestle, die Arla Molkerei Upahl, das Servicecenter Webhelp Parchim.

In der Lohntüte machen sich die guten Geschäfte noch wenig bemerkbar: MV steckt weiter im Lohnkeller. „Bei den Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein großes Beharrungsvermögen nicht die Preise zu zahlen, die der Markt verlangt“, meinte Windels. Nur: „Wenn der Lohn schon nicht stimmt, welches Argument gibt es denn noch, Fachleute nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen?“, riet der Volkswirt, sich von der Niedriglohnpolitik zu verabschieden.

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