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Altersstruktur der Gemeinden : Die Familien wohnen rund um die großen Städte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Statistisches Amt legt Ergebnisse aus Volkszählung 2011 vor / Die jüngsten und die ältesten Gemeinden

Das einst jüngste Bundesland altert wie kein anderes. Waren die Mecklenburger und Vorpommern 1990 noch 35,4 Jahre alt, so ist inzwischen der Durchschnitts-Einwohner 45 Jahre. Gründe: Gesunkene Geburtenrate, steigende Lebenserwartung und Abwanderung der Jungen. Dabei sind die Frauen mit 46,7 Jahren mehr als drei Jahre älter als die Männer mit 43,4 Jahren.

Das ist ein Resultat der großen Volkszählung, des Zensus, am Stichtag 9. Mai 2011. Die Altersstruktur der Gemeinden im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung sind den Tabellen auf dieser Seite zu entnehmen. Zu den jüngsten Kommunen zählen Nostorf bei Boizenburg (33,5 Jahre), bedingt allerdings durch die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber, Hugoldsdorf in Vorpommern (35,3 Jahre), und Selmsdorf bei Lübeck (37,7 Jahre). Die älteste Bevölkerung weisen die Gemeinden Graal-Müritz, Zislow und Ahrenshoop mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren auf.

Genauso interessant: „Familien leben in MV rund um die großen Städte und nicht in den Städten selbst“, sagt Reinhard Jonas vom Statistischen Amt MV. Das mag in Rostock mit der Uni noch einleuchten, aber auch in Schwerin und in Neubrandenburg sind die Familien rund um die Stadt in kleinen Gemeinden angesiedelt. Über die Hälfte der volljährigen Einwohner, 52,1 Prozent, ist übrigens verheiratet oder lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Zum Zensusstichtag wurden 197 Partnerschaften von Männern und 171 Partnerschaften von Frauen erhoben.

Von den 1,6 Millionen Einwohnern erklärten sich 17,2 Prozent der Evangelischen und 3,3 Prozent der Römisch-Katholischen Kirche zugehörig. Insbesondere in den Altersgruppen bis unter 60 Jahren ist die Bindung an eine der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften nur schwach ausgeprägt. Die Tendenz geht auch nach der Wende zu einem Leben ohne Glauben. Waren 1964 noch zwei Drittel der Bürger evangelisch und 1991 noch 27,7 Prozent, sind es inzwischen nur noch 17,2 Prozent.

Weiterer Fakt: In MV sind 153 Staatsangehörigkeiten vertreten. Zugewanderte wohnen vor allem in den großen Städten. Die meisten Personen kommen aus Polen (3612), der Russischen Föderation (2723), der Ukraine (2185) und Vietnam (1987).


Die jüngsten Gemeinden.pdf

Die ältesten Gemeinden.pdf  

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erstellt am 11.Apr.2014 | 11:50 Uhr

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